Bauza übernimmt die Vereinigten Arabischen Emirate

Nur einen Monat nachdem Edgardo Bauza sein Amt als argentinischer Nationaltrainer beenden musste, hat der 59-Jährige schon wieder einen Job. Bauza übernimmt offiziell die Nationalmannschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Aufgabe für den neuen Trainer ist klar: Er soll die VAE zur Weltmeisterschaft 2018 nach Russland führen. Diese Aufgabe ist allerdings alles andere als einfach. Derzeit liegt der Staat in der WM-Quali Asien nur auf Rang vier der Gruppe B. Drei Spiele sind noch ausstehend.

Schlechte Bilanz als Coach

Insgesamt war Bauza für acht Spiele Übungsleiter bei Argentinien. Die Auswahl konnte aber nur drei Partien davon gewinnen.

Der Rauswurf Bauzas kam nicht überraschend. In der WM-Quali Südamerika liegt Argentinien aktuell auf Rang fünf und muss um die Teilnahme an der Endrunde bangen.

In der Trainerkarriere von Edgardo Bauza fällt auf, dass er seine längste Zeit in Kolumbien verbracht hat. Von 2010 bis 2013 war er Chef bei LDU Quito. Zuvor war er auch schon für kurze Zeit bei Al-Nasr Riad.

Weitere Stationen waren San Lorenzo (Argentinien) und der FC Sao Paulo (Brasilien). Sein Engagement in den Emiraten bezeichnete er als „neue Herausforderung“. Bauza wurde nach der 0:2-Niederlage Argentiniens gegen Bolivien Ende März als Trainer entlassen, ein Nachfolger der Albiceleste wurde noch nicht präsentiert.

UEFA testet neues Elfmeterschießen-Format

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Der europäische Fußballverband UEFA hat einmal mehr eine Regeländerung geplant. Diesmal soll es darum gehen, dass das Elfmeterschießen „fairer“ gemacht werden soll.

Konkret ist die Rede vom „ABBA“-Modus. Das bedeutet, dass zunächst ein Spieler zum Elfmeterschießen antritt, dann zwei Spieler der gegnerischen Mannschaft hintereinander und dann wieder ein Spieler des beginnenden Teams. Bei der WM 2018 oder beim Confederations Cup 2017 wird aber noch der alte Modus beibehalten.

Schon bald im Einsatz

Wie mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichten, könnte das neue Format bereits bei der U17 WM in Kroatien zum Einsatz kommen. Dort findet bereits das Viertelfinale statt. Gleichzeitig wird das Format auch bei der Frauen U17 EM in Tschechien getestet werden.

Die UEFA hat indes erklärt, dass man sich viel vom neuen Modus erwarte. Das für das Regelwerk zuständige International Football Association Board (IFAB) hat dem Vorhaben zugestimmt, da der zweite Schütze unter großen mentalen Druck stehe wenn ein Fehlschuss das Ausscheiden bedeuten könnte.

Lange Tradition

Das erste große Turnier, dass durch ein Penalty-Schießen entschieden wurde, war die EM 1976. Damals verlor Deutschland im Endspiel gegen die damalige Tschechoslowakei mit 3:5 im Elfmeterschießen.

Bei Weltmeisterschaften war Deutschland gegen Frankreich 1982 das erste Spiel, dass durch Elfmeterschießen entschieden wurde. Deutschland setzte sich diesmal aber mit 5:3 durch.

Vidal will unbedingt zum Confed-Cup

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FC Bayern München-Star Arturo Vidal will sich im Sommer nur eine ganz kurze Pause gönnen. Der Mittelfeldmotor will mit Chile beim Confed Cup 2017 in Russland teilnehmen. „Natürlich sind die Reisen anstrengend, aber ich möchte unbedingt am Confed Cup teilnehmen“, sagte Vidal gegenüber der „Sport Bild“.

„Chile ist zum ersten Mal überhaupt bei diesem Turnier dabei, gerade im Hinblick auf die Entwicklung bis zur WM 2018 wird das ein Meilenstein. Jeder will dabei sein, ich auch.“ Beim Turnier (17.6.-2.7.2017) trifft Chile in der Gruppe B auf Deutschland, Kamerun und Australien.

Viel Turniererfahrung

In der WM-Qualifikation Südamerika liegt die chilenische Auswahl derzeit nur auf Rang vier. Die Qualifikation für die WM 2018 ist aktuell alles andere als sicher. Chile hat im Moment nur drei Punkte mehr als Ecuador (Rang sechs), die auch noch alle Chancen auf eine Qualifikation haben.

Vidal ist gemeinsam mit Alexis Sanchez vom FC Arsenal seit Jahren der Erfolgsgarant von „La Roja“, wie das chilenische Nationalteam genannt wird. In bisher 86 Länderspielen hat der 29-Jährige bereits 20 Tore erzielt – als defensiver Mittelfeldspieler.

Neben den Meistertiteln mit Juventus Turin (vier) und Bayern München (zwei) feierte Vidal seine größte Erfolge aber im Nationaltrikot. Sowohl 2015, als auch 2016 gewann er mit Chile die Copa America.

Auch bei der WM 2010 und 2014 war er schon für sein Land im Einsatz. Aufgrund der großen Erfolge der letzten Jahre ist es daher wenig überraschend, dass das schmale Land in der FIFA Weltrangliste auf Rang vier steht.

Andrea Pirlo will Trainer werden

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Die italienische Fußball-Legende Andrea Pirlo will nach Ende seiner aktiven Zeit die Ausbildung zum Trainer machen. Der mittlerweile 37-Jährige hat noch bis zum Saisonende Vertrag bei New York City FC. Sein bisher letztes Länderspiel im Italien Trikot hat der Weltmeister von 2006 am 3.9.2015 beim EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien absolviert.

„Man weiß es nie“

Gegenüber „SportItalia“ sagte der langjährige Mittelfeldspieler von Juventus Turin und AC Mailand, dass er eine Trainerausbildung machen möchte. „Nun möchte ich meine Karriere hier gut beenden und sobald ich wieder in Italien bin werde ich eine Trainerausbildung beginnen. Man kann nie wissen was in der Zukunft passiert“, so Pirlo.

Schon vor einiger Zeit wurde darüber berichtet, dass der 116-fache italienische Nationalspieler möglicherweise auch in der Squadra Azzurra künftig arbeiten könnte. Für Turniere, wie etwa den Confed Cup 2017 in Russland oder die Weltmeisterschaft 2018 dürfte ein Pirlo im italienischen Betreuerstab aber noch kein Thema sein.

Grandiose Karriere

Obwohl Pirlo vier Mal in Folge italienischer Meister mit Juventus Turin geworden ist, feierte er seine größten Erfolge während seiner Zeit beim AC Mailand.

Neben zwei Meisterschaften mit den Rossoneri, gewann er 2003 und 2007 unter Trainer Carlo Ancelotti die Champions League. 2006 gewann er mit der italienischen Nationalmannschaft in Berlin noch den Weltmeister-Titel.

Niederlande weiterhin auf Trainersuche

Der niederländische Fußballverband KNVB befindet sich derzeit nicht nur in einer sportlichen Krise.

Während die WM Quali 2018 überhaupt nicht nach Wunsch verläuft, befindet sich die einstige Fußball-Weltmacht auch nach wie vor auf Trainersuche. Wunschkandidat Henk ten Cate hat dem Verband abgesagt.

„Mir wurde der Job am Montag angeboten, aber ich habe entschieden, es nicht zu machen“, so der aktuelle Coach von Al-Dschasira aus Abu-Dhabi der Zeitung „De Telegraaf“.

Die Qualifikation für die WM 2018 ist ernsthaft in Gefahr. Wirft man einen Blick auf den WM Quali 2018 Tabelle der Gruppe A, fällt auf, dass die Niederlande derzeit mit nur sieben Punkten nach fünf Spielen auf Tabellenrang fünf liegen. Frankreich, Schweden und sogar Bulgarien liegen vor der „Elftal“.

Krise nach Van Gaal

Unter Louis Van Gaal war die niederländische Nationalmannschaft bei der WM 2014 in Brasilien noch Dritter geworden. Nachdem Van Gaal zu Manchester United wechselte, startete die Krise beim Verband. Zunächst verpasste man die EM 2016 in Frankreich und nun ist auch die WM Qualifikation für Russland in Gefahr.

Ende März wurde Danny Blind vom Verband wegen Erfolglosigkeit gefeuert. Seither wurden neben ten Cate auch Roger Schmidt (zuletzt Bayer Leverkusen) und Dick Advocaat (derzeit Fenerbahce Istanbul) ins Spiel gebracht.

Zahlreiche Experten fordern allerdings eine Rückkehr von Louis Van Gaal als Bondscoach. Der 65-Jährige ist seit Mai 2016 ohne Job. Damals wurde er von Manchester United entlassen.

Auch ein Blick auf die FIFA Weltrangliste lässt erahnen, dass ein Neuanfang notwendig ist. Die Niederlande sind auf Tabellenrang 32 abgerutscht.