Skibbe neuer Griechenland-Trainer

Nach großen Erfolgen in den letzten Jahren hat das griechische Nationalteam bei der eben erst zu Ende gegangenen EM-Qualifikation auf ganzer Linie enttäuscht. In Gruppe F platzierte sich der Europameister von 2004 nur auf dem letzten Platz – sogar die Färöer Inseln, die beide Duelle gegen die Griechen für sich entschieden hatten, beendeten die Qualifikation vor den Hellenen. In zehn Spielen holte die griechische Nationalelf nur einen Sieg. Der gelang am letzten Spieltag, als es für Gegner Ungarn um nichts mehr ging. Nach zwei EM-Teilnahmen in Folge zählt Griechenland damit nicht zu den EM-Mannschaften 2016.

Nachdem Fernando Santos, der das Team 2010 von Otto Rehagel übernommen hatte, 2014 nach der WM in Brasilien zurücktrat, übernahm Claudio Ranieri den Posten des Cheftrainers. Doch nach der 0:1-Pleite gegen die Färöer wurde der Italiener im November bereits wieder entlassen. Als Nachfolger wurde Sergio Markarian präsentiert, doch auch unter dem Uruguayer wurde es nicht besser – die Entlassung folgte im Juli 2015. Zuletzt saß Kostas Tsanis, der U19-Trainer, auf der Bank.

Michael Skibbe
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Mit Michael Skibbe hat der Verband nun den bereits vierten Trainer seit dem Rücktritt von Fernando Santos vorgestellt. Mit dem deutschen Übungsleiter will Griechenland zu alter Stärke finden und in der kommenden WM-Qualifikation wieder vorne mitspielen. Skibbe unterschrieb einen Vertrag bis 2018 und soll das Team zur Endrunde in Russland führen. Das Vertrauen in den 50-Jährigen, der erst als zweiter Deutsche nach Rehagel Griechenland trainieren wird, ist groß. Sein Debüt wird Skibbe am 13. November 2015 bei einem Freundschaftsspiel gegen Luxemburg geben.

Für den ehemaligen Mittelfeldspieler, der seine Karriere aufgrund zweier Kreuzbandrisse früh beenden musste, ist es die 15. Station seiner Trainerlaufbahn, die ihn unter anderem zu Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen, Hertha BSC, Galatasaray und Grasshoppers Zürich führte.