WM bald mit 48 Mannschaften in 16 Dreiergruppen?

Seit der Bestellung von Gianni Infantino zum FIFA-Präsidenten Ende Februar 2016 hat der Schweizer schon des Öfteren über seine Plänen gesprochen, die Teilnehmerzahl bei Weltmeisterschaften von 32 Teams auf 40 oder sogar 48 Mannschaften erhöhen zu wollen. Nun ließ der 46-Jährige auf einem dreitägigen Gipfeltreffen des Weltverbandes mit der asiatischen Konföderation AFC neue Details in Bezug auf die „Mammut-WM“ ans Licht kommen.

WM 2026 mit 48 Teams in 16 Dreiergruppen

Infantino plädiert demnach für eine WM-Endrunde mit 48 Nationen, die in 16 Dreiergruppen aufgeteilt werden sollen. Die beiden erstplatzierten Teams jeder Gruppe würden in die K.o.-Phase einziehen. Sein Vorschlag sei bei den asiatischen Vertretern auf große Zustimmung gestoßen, so der FIFA-Präsident in Singapur. Er betonte auch noch einmal, dass die Erweiterung keine zusätzliche Belastung für die Vereinsklubs der Spieler bedeuten soll.

Die Pläne des Schweizers zur Mammut-WM stießen jedoch schon in der Vergangenheit öfters auf Kritik. So sprachen sich DFB-Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Ligapräsident Reinhard Grindel strikt gegen eine WM-Aufstockung aus.

Die Entscheidung über eine Erweiterung der WM-Teilnehmerzahl soll beim nächsten FIFA-Council Meeting am 08. und 09. Jänner 2017 fallen. Auch die Idee zur Aufstockung auf 40 Mannschaften steht weiterhin zur Diskussion. Der früheste Zeitpunkt zur Umsetzung wäre die WM 2026, da für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland sowie für die Endrunde 2022 in Katar noch der bisherige Modus mit 32 Teams in acht Vierergruppen angewendet wird.

Drei WM-Ausrichter ab 2026?

Neben seinen Gedanken zur Aufstockung der WM-Endrunde ab 2026, äußerte sich FIFA-Boss Gianni Infantino auch über die Tatsache, dass erstmals drei Länder gemeinsam eine Weltmeisterschaft ausrichten könnten: „Wenn ein Land zwölf Stadien mit mehr als 50.000 Zuschauern braucht, aber nur vier hat – warum sollten wir nicht die Kräfte von drei Ländern vereinen? Jedes stellt vier Stadien und man hat zwölf Arenen zusammen“, so der Schweizer, der für diese Idee sehr offen sei.