Panama: Americo Gallego neuer Nationaltrainer – WM 2022 im Visier

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Nach dem Abschied von Hernan Dario Gomez, der kurz nach der WM 2018 in Russland nach viereinhalbjähriger Amtszeit seinen Rücktritt erklärte, lief es bei der Nationalmannschaft Panamas im zurückliegenden Jahr nicht wirklich rund. Weder mit dem bis Januar als Interimstrainer fungierenden Gary Stempel, unter dessen Regie bei einem Unentschieden fünf von sechs Spielen verloren wurden, noch mit dem ehemaligen Stürmerstar Julio Dely Valdés, der ebenfalls nur interimsweise auf der Bank Platz nahm und es bei vier Niederlagen und einem Remis immerhin auf zwei Siege brachte, stellte sich der gewünschte Erfolg ein. In der Fußball Weltrangliste ist man auf Platz 74 abgerutscht, schlechter war man zuletzt 2008 (Platz 88) gereiht.

Ein Jahr nach dem Abgang von Erfolgstrainer Gomez, der fast gleichzeitig in seiner Heimat Ecuador gehen musste, hat der Verband Panamas nun einen neuen Coach gefunden, der zur Dauerlösung werden und wieder für positivere Erlebnisse sorgen soll.

Noch keine Erfahrung als Nationaltrainer

Wie der Verband mitteilte, wird der Argentinier Americo Gallego künftig das Kommando haben und in der nächsten Woche auch offiziell vorgestellt. Der 64 Jahre alte Fußball-Lehrer, der zuletzt bis Mai 2015 die Newell’s Old Boys in seiner Heimat trainierte, tritt zum ersten Mal ein Amt als Nationaltrainer an. Bislang war Gallego nur im Vereinsfußball tätig und sammelte dabei außerhalb Argentiniens auch beim chilenischen Top-Klub Colo Colo sowie in Mexiko bei Deportivo Toluca und den Tigres UANL Erfahrungen.

Gallego, der als Spieler in 73 Länderspielen drei Tore erzielte und 1978 im eigenen Land mit Argentinien Weltmeister wurde, wird erstmals am 5. September in der neuen CONCACAF Nations League beim Spiel auf den Bermudas in verantwortlicher Position an der Seitenlinie stehen. Der Dreier-Gruppe in der Nations League gehört auch Mexiko an. Bis November trifft Bemuda jeweils dreimal auf beide Gegner, ehe es für den Gruppensieger im Halbfinale mit den Gewinnern der drei anderen Gruppen weitergeht.

WM-Qualifikation als hohes Ziel

Während es in der Nations League, die ähnlich wie in Europa nicht den ganz großen Stellenwert genießt, aufgrund der Konkurrenz Mexikos schwierig werden dürfte, lautet das große Ziel ohnehin, sich für die WM 2022 in Katar zu qualifizieren. Nachdem Vor-Vorgänger Gomez Panama überraschenderweise zur WM 2018 führen konnte und sich in Russland trotz der Niederlagen gegen Belgien (0:3), England (1:6) und Tunesien (1:2) ordentlich verkauft hat, sind die Erwartungen im Land gewachsen.

Allerdings gibt es für den Kontinentalverband CONCACAF, der Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik umfasst auch bei der WM 2022 nur drei feste Startplätze. Ein viertes Team erhält zudem die Chance, sich in interkontinentalen Play-offs gegen einen Vertreter aus Südamerika oder Asien einen Startplatz zu erkämpfen. In Konkurrenz unter anderem mit Mexiko, den USA, Costa Rica und Honduras wird vermutlich schon alles passen müssen, damit Panama abermals der Sprung auf die ganz große Bühne glückt.

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