Die WM 2014 Stadien & Arenen in Brasilien nach dem Confed Cup

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Viel wurde im Vorfeld des Confed Cups 2013 über mangelnde Fortschritte und Probleme bei den Bauarbeiten für die WM-Stadien in Brasilien berichtet. Grund genug uns die Stadien nach ihrer ersten Bewährungsprobe nochmals genauer anzusehen.

Im ersten Teil unseres Berichtes werden die Stadien in Brasilia, in Belo Horizonte und in Rio de Janeiro beleuchten. Im zweiten Abschnitt behandeln wir dann die Stadien in Fortaleza, in Recife sowie in Salvador da Bahia.

Das Estàdio Nacional de Brasilia fasst 70.100 Zuseher und befindet sich in der Hauptstadt Brasiliens. Es wurde anstelle des Mehrzweckstadions „Manè Garrincha“, als reines Fußballstadion, speziell für die WM 2014 gebaut. Im Rahmen der FIFA Fußball Weltmeisterschaft 2014 wird das Stadion Austragungsort von 4 Gruppenspielen, je einem Achtel- und Viertelfinalspiel sowie des Spiels um Platz 3 sein. Beim Confed Cup wurde das Stadion ausschließlich für das Eröffnungsspiel genutzt und war mit 67.423 Besuchern zu 99,14 % ausgelastet. Die Eröffnung des Stadions verzögerte sich jedoch bis kurz vor den Beginn des Confed Cups. Offiziell weil sich das Verlegen des Rasens aufgrund von Regenfällen verzögerte. Inoffiziell mussten wohl noch letzte Bauarbeiten abgeschlossen werden. Auch im ersten Confed Cup Spiel lief lange nicht alles rund. Probleme im Nahverkehr und in der Versorgung der Fans führten dazu, dass viele Brasilianer die Tore ihrer Mannschaft verpassten. Die hohen Preise in den Stadien förderten den Unmut der Brasilianer zusätzlich.

In der Stadt Belo Horizonte steht das Estàdio Governador Magalhàes Pinto, kurz Mineirào genannt. Es fasst 62.547 Zuseher und ist neben dem WM-Turnier auch für das Olympische Fußballturnier 2016 vorgesehen. Das Stadion war in den 3 Confed Cup spielen (darunter 1 Halbfinale) mit einem Zuschauerschnitt von 43.453 Besuchern zu 69,47 % ausgelastet. Auch in diesem Stadion gab es im Vorfeld Probleme. Die Baufirma wurde zu einer Geldstrafe von mehreren 100.000 € verurteilt nachdem es bei der Eröffnung Probleme mit den Zufahrten, Parkplätzen, Essensständen und teilweise mit den Toilettanlagen gab. Man dürfte jedoch daraus gelernt haben, denn beim Confed Cup sind keine gröberen Probleme im Mineirào aufgetreten. Rund um das Stadion in Belo Horizonte kam es jedoch aufgrund der Proteste gegen die Regierung zu einigen Zwischenfällen.

Das Maracanà Stadion von Rio de Janeiro war, bei seiner Fertigstellung 1950, das größte Stadion der Welt. Es bot bis zu 200.000 Zusehern Platz. Nach zahlreichen Umbauten fasst es heute 73.531 Besucher. Das Maracanà ist unter anderem das Finalstadion der Weltmeisterschaft 2014. Beim Confed Cup verzeichnete es, über 3 Spiele hinweg, 217.500 Besucher und war mit einer Auslastung von 98,5 % insgesamt das am besten besuchte Stadion. Dabei hatte eine Richterin den Spielbtrieb im Maracanà kurz zuvor noch verboten. Herumliegender Bauschutt hätte von den Zusehern als Waffe genutzt werden können. Ein Bericht der Militärpolizei überzeugte jedoch die Berufungsrichterin und das Eröffnungsspiel gegen England (rund 2 Wochen vor dem Confed Cup) konnte stattfinden. Das Maracanà war auch das Zentrum der Proteste der brasilianischen Bevölkerung und so mussten rund um das Stadion mehr als 10.000 Sicherheitskräfte eingesetzt werden. Am Finaltag schaffte man es jedoch den Wirbel aus der unmittelbaren Stadiongegend fernzuhalten und einen annähernd reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.

Der Confed Cup hat gezeigt, dass auf Brasilien noch eine Menge Herausforderungen zukommen. Mangelnde Infrastruktur, teilweise schlechte Organisation, zu hohe Preise, der Unmut der Bevölkerung oder die Versorgung der Fans sind nur einige Baustellen an denen mit Nachdruck gearbeitet werden muss. Zudem gibt es noch einige reale Baustellen, wie das Stadion von Sao Paolo, dass eigentlich längst fertig sein sollte. Bleibt zu hoffen, dass es die Brasilianer ihren Fußballern gleich tun und alles rechtzeitig in WM-Form bringen!