Schweiz in Zukunft ohne Benaglio

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Per Mertesacker, Frank Ribery, Philipp Lahm – sie alle haben es getan und sind aus ihrer Nationalmannschaft zurückgetreten. Nun hat auch die Schweiz den ersten Rücktritt zu verkraften: Diego Benaglio, langjähriger Rückhalt der Nati, verkündete, dass er in Zukunft nicht mehr für sein Land auflaufen werde. Bei der Weltmeisterschaft 2014 war der 30-jährige Schlussmann noch in allen Spielen im Einsatz und schaffte es mit der Schweiz bis ins Achtelfinale, wo gegen Argentinien Schluss war.

Diego Benaglio tritt aus der Scheizer Nati zurück
Wikimedia, Christophe95 (CC BY-SA 3.0)

Die Entscheidung nicht mehr für die Nationalmannschaft auflaufen zu wollen, begründete er damit „sich auf die Aufgaben beim Verein konzentrieren und mehr Zeit mit der Familie verbringen zu wollen.“ Sein erstes von insgesamt 61 Länderspielen absolvierte er am 3. Juni 2006, als er gegen China im Tor stand. Seit der Europameisterschaft 2008 war Diego Benaglio die unumstrittene Nummer 1 der Schweiz und daher auch bei der Weltmeisterschaft 2010 gesetzt.

Ein Torhüter-Problem wird die Schweiz aber dennoch nicht bekommen. Denn mit Yann Sommer (Borussia M’gladbach) und Roman Bürki (SC Freiburg) stehen bereits zwei junge, vielversprechende Torhüter zur Verfügung, die in den nächsten Jahren um den Platz im Kasten kämpfen werden. In der Qualifikation für die Europameisterschaft, die für die Schweiz in Gruppe E mit dem Heimspiel gegen England (8. September 2014) beginnt, dürfte allerdings noch Neo-Deutschland-Legionär Yann Sommer die Nase vorne haben.