Halbzeit in der EM-Qualifikation – Tops

Veröffentlicht am Kategorien EM 2016 News & Nachrichten

Fünf von zehn Runden sind bislang absolviert worden in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2016. Zeit also, ein erstes Resümee zu ziehen und die Highlights noch einmal zu beleuchten. Wer konnte überzeugen? Wer hat auf ganzer Linie enttäuscht? Im heutigen Artikel wählen wir die drei größten Überraschungen der bisherigen EM-Ausscheidung.

Slowakei

Noch nie konnte sich die Slowakei für eine Fußball EURO qualifizieren, doch nun scheint die Zeit reif. Die Mannschaft besticht durch unglaubliche Abgebrühtheit und hat als einziges Team neben England bislang alle Spiele gewonnen. Und das ist in Gruppe C mit Gegnern wie Titelverteidiger Spanien oder der Ukraine keine Selbstverständlichkeit.

Die routinierte Mannschaft rund um Abwehrchef Martin Skrtel (FC Liverpool) und Superstar Marek Hamsik (SSC Napoli) gewinnt die vermeintlich leichten Spiele und hat gegen die direkte Konkurrenz ebenfalls dreifach gepunktet. Spanien wurde zuhause in einer packenden Begegnung 2:1 geschlagen, in Kiew war man mit einem 1:0 erfolgreich. Mit bereits sechs Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Fix-Platz scheint die erste EM-Teilnahme für die Elf von Jan Kozak, die erst zwei Tore kassiert hat, mehr als realistisch.

Island

Ebenfalls mit mehr als einem Bein in Frankreich steht Island. Der Inselstaat würde ebenfalls erstmals die Qualifikation erfolgreich abschließen und zu einem großen Turnier reisen. Den Grundstein legten die Isländer in den ersten drei Spielen als man die Türkei, Lettland und die Niederlande besiegte und ordentlich Selbstvertrauen tankte (EM-Quali Gruppe A mit der Türkei & Niederlande).

Auch von der knappen Niederlage gegen Tschechien am 4. Spieltag ließ sich die Truppe von Erfolgsccoach Lars Lagerbäck, der Schweden gleich mehrere Male zur EM führte, nicht aus der Ruhe bringen. Denn am 5. Spieltag fand man mit einem 3:0 über Kasachstan wieder in die Spur und baute den Vorsprung auf Platz drei auf fünf Zähler aus. Oldie Eidur Gudjohnsen (Bolton Wanderers), Gylfi Sigurdsson (Swansea City), Kolbein Sigthorsson (Ajax Amsterdam) müssen in der Rückrunde zwar noch in der Türkei und Holland bestehen, haben aber durchaus das Potenzial, den Vorsprung über die Runde zu bringen.

Fußball-Zwerge

San Marino punktete gegen Estland das erste Mal seit Ewigkeiten, Liechtenstein konnte Montenegro ein 0:0 abringen und kurz darauf in Moldawien gewinnen und die Färöer gewannen auswärts sensationell gegen Griechenland, immerhin Sieger der Fußball EM 2004. Die Fußball-Zwerge haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert und werden mittlerweile immer öfter zum Stolperstein. Unterschätzen darf man die vermeintlichen Underdogs nicht mehr – das haben nicht wenige große Nationen am eigenen Leib erfahren müssen.

Auch Gibraltar sorgte für Furore und erzielte beim 1:6 gegen Schottland das erste Pflichtspiel-Tor der noch jungen Verbandsgeschichte. Inselstaat Malta konnte mit dem 1:1 gegen Bulgarien ebenfalls einen Achtungserfolg verbuchen. Zwar werden es alle genannten Nationen nicht zur Europameisterschaft in Frankreich schaffen, der eigenen Entwicklung sind die tollen Erfolge aber sicher förderlich (zum Spielplan der EM Qualifikation).