Irland bangt um Robbie Keane

Veröffentlicht am Kategorien EM 2016 News & Nachrichten

Die irische Nationalmannschaft trifft bei der Europameisterschaft in Gruppe E auf Belgien, Italien und Schweden. Ein Hammerlos für Irland, das erst über den Umweg Playoffs den Sprung zur Endrunde schaffte. In Frankreich werden die Inselkicker über sich hinauswachsen müssen, um nicht bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten zu müssen.

Trainer Martin O’Neill steht vor einer ungemein schwierigen Aufgabe, denn nur wenige Akteure Irlands besitzen die Klasse, um mit den Besten mitzuhalten. Neben Seamus Coleman, James McCarthy (beide FC Everton) und Shane Long (FC Southampton) ist das auch Robbie Keane (LA Galaxy). Der Stürmer ist zwar schon 35 Jahre und hat seine besten Zeiten vermutlich schon hinter sich, ist aber noch immer für Tore und starke Leistungen gut.

Robbie Keane
Michael Kranewitter (CC BY-SA 3.0 AT)

In der MLS hat er 2015 in 24 Spielen unglaubliche 20 Mal getroffen und zudem weitere sieben Buden aufgelegt. Auch im irischen Team hat Keane eine tolle Trefferquote: in 144 Spielen seit seinem Debüt 1998 gelangen ihm 67 Tore. In der EM-Qualifikation war er in neun Spielen im Einsatz und mit fünf Toren auch bester Torschütze seines Landes. Allerdings absolvierte er nur ein Spiel über die volle Distanz und stand im Play-Off gegen Bosnien & Herzegowina nicht am Feld.

Für die Europameisterschaft wird Trainer O’Neill ihn aber dennoch in den Kader berufen – vorausgesetzt er wird rechtzeitig fit. Denn nach einer Operation am rechten Knie wird der 35-Jährige laut seinem Verein LA Galaxy vier bis sechs Wochen ausfallen. Ein Rennen gegen die Zeit, das Keane auf jeden Fall gewinnen will. Bis zum Eröffnungsspiel der Iren gegen Schweden am 13. Juni im Stade de France ist noch Zeit.

Bereits fix ist der Ausfall bei der EM 2016 von Tormann Rob Elliot. Der 29-Jährige, der zuletzt beim Testspiel gegen die Slowakei im Kasten stand, wird mit einem Kreuzbandriss mindestens sechs Monate ausfallen und damit die Europameisterschaft definitiv verpassen.