Island & Italien tanken Selbstvertrauen

Vier Tage vor Start der Fußball Europameisterschaft 2016 haben Island, Italien und auch Polen ihre finalen Testspiele absolviert. Während die Isländer und auch die Italiener noch einmal Selbstvertrauen tankten, musste Polen einen Rückschlag hinnehmen. Die drei Testspiele von 6. Juni im Rückblick.

Polen – Litauen 0:0

Etwas enttäuschend verlief der letzte EM-Test für Polen. Gegen Litauen, das in der abgelaufenen EM-Qualifikation sogar gegen San Marino nur knapp gewann, kamen die Rot-Weißen nicht über ein 0:0 hinaus. Allerdings verzichtete Adam Nawalka auf Robert LewandowskiLukasz Piszczek und Mariusz Stepinski – drei absolute Stammspieler und Leistungsträger. Vor allem die Abwehr wirkte gegen Litauen immer wieder unsicher und leistete sich einige Stellungsfehler, in der Offensive fehlte es an Ideen und Durchschlagskraft. Nach der Niederlage gegen die Niederlande vergangenen Mittwoch reist das polnische EM Team somit mit zwei sieglosen Spielen nach Frankreich, wo der Gegner zum Auftakt am Sonntag Nordirland heißt.

Italien – Finnland 2:0

Einen Sieg feierte hingegen Italien, das Finnland in Verona mit 2:0 besiegte. Gegen die Finnen reichte den Azzurri eine durchschnittliche Leistung um den zweiten Sieg in Folge einzufahren. Von einer EM-Form sind die Italiener aber noch ein Stück entfernt – eine Steigerung vor dem ersten Gruppenspiel gegen Belgien am 13. Juni ist definitiv nötig, will Antonio Conte mit seiner Mannschaft beim Titelkandidaten punkten. Gegen Finnland besorgte Antonio Candreva per Strafstoß noch vor der Pause die Führung, Daniele de Rossi erhöhte nach der Pause auf 2:0. Conte nützte sein Wechselkontingent in der zweiten Hälfte voll aus und tauschte sechs Spieler aus. Der ehemalige Dortmund-Stürmer Ciro Immobile war nach überstandener Verletzung wieder dabei und absolvierte die vollen 90 Minuten.

Island – Liechtenstein 4:0

Island hatte sich für das letzte Testspiel vor der Europameisterschaft mit Liechtenstein einen denkbar leichten Gegner ausgesucht. Bereits vor der Pause machten die Wikinger durch Tore von Kolbeinn SigthorssonBirkir Saevarsson und Alfred Finnbogason alles klar. In der Schlussphase durfte dann auch noch Altstar Eidur Gudjohnsen einen Treffer bejubeln und sein Torkonto in der isländischen Nationalmannschaft auf 26 Tore erhöhen. Damit baute der 37-Jährige, der in seinen besten Jahren beim FC Chelsea und FC Barcelona spielte, seinen Vorsprung als isländischer Rekordtorschütze weiter aus. Da Island dennoch für viele schwer einzuschätzen ist, in der Qualifikation aber starke Leistungen brachte, wird der Debütant von vielen als Geheimtipp genannt wenn es um EM Favoriten geht.