Albanien präsentiert Edoardo Reja als neuen Nationaltrainer

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Einen knappen Monat nach der Entlassung von Christian Panucci hat die Nationalmannschaft Albaniens einen neuen Trainer. Wie der albanische Verband bekannt gab, tritt Edoardo Reja die Nachfolge seines italienischen Landsmannes an, der im Anschluss an die 0:2-Niederlage gegen die Türkei zum Auftakt der EURO 2020 Quali gehen musste.

Dass die Wahl wieder auf einen italienischen Fußball-Lehrer gefallen ist, überrascht nur bedingt. Noch immer erinnert man sich in Albanien gerne an die großen Erfolge unter Giovanni De Biasi, der die Nationalmannschaft während seiner Amtszeit von 2011 bis 2017 zum ersten Mal überhaupt zur eine EM-Endrunde führte.

Dass Albanien bei der EURO 2016 in Frankreich nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste, änderte nichts daran, dass De Biasi nach wie vor höchste Wertschätzung genießt. Panucci allerdings konnte die erfolgreiche Arbeit nicht wirklich fortsetzen und brachte es in den 15 Länderspielen unter seiner Regie zwischen Juli 2017 und März 2019 lediglich auf einen Schnitt von 0,93 Punkten.

Einst unter anderem bei Neapel und Lazio auf der Bank

Während ein italienischer Trainer durchaus zu erwarten war, überraschte die Entscheidung für Edoardo Reja aber schon. Zum einen, weil der 73-Jährige seit fast drei Jahren auf keiner Trainerbank mehr Platz genommen hat und zum anderen im Laufe seiner Karriere auch noch nie eine Nationalmannschaft unter seine Fittichen hatte.

Zuletzt war Reja von März 2015 bis Sommer 2016 bei Atalanta Bergamo tätig. Zuvor waren Lazio Rom, der SSC Neapel und der CFC Genua 1893 die namhaftesten Stationen des einstigen Profis, der 2009/10 ein kurzes Auslandsgastspiel bei Hajduk Split in Kroatien gab.

Schwierige Gruppe mit Weltmeister Frankreich

Nun tritt Reja in fortgeschrittenem Alter seinen zweiten Trainerjob außerhalb Italiens an und das mit dem klaren Auftrag, Albanien möglichst zur Fußball EM 2020 zu führen.

Um zu wissen, dass diese Aufgabe nicht einfach wird, genügt ein Blick auf die EM Quali 2020 Gruppe H, der außer Albanien und der Türkei vor allem auch noch Weltmeister Frankreich angehört.

Mit Island mischt zudem ein Team mit, das zuletzt sowohl bei der EM 2016 als auch bei der WM 2018 vertreten war. Komplettiert wird die Gruppe durch die Underdogs Moldawien und Andorra.

Nach dem 3:0-Pflichtsieg unter Interimstrainer Ervin Bulku in Andorra geht es im Juni mit den Spielen in Island und gegen Moldawien weiter. Dann sollte möglichst optimal gepunktet werden, um die Chancen auf das EM-Ticket zu wahren.

Die Qualifikation für die Endrunde, die in 12 verschiedenen EM 2020 Spielorten stattfindet, wäre auch für Reja nicht unwichtig. Denn nur in diesem Fall würde sich dessen zunächst bis November geschlossene Vertrag automatisch verlängern.

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