Bleibt Olivier Giroud im Frankreich-Angriff gesetzt?

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Aktuell gibt es vermutlich weltweit keine Nationalmannschaft, die Frankreich in Bezug auf das vorhandene Potential das Wasser reichen kann. Der Weltmeister könnte ohne große Probleme auch zwei oder drei Teams stellen, die allesamt zur absoluten Weltspitze zählen würden.

Insbesondere im Offensivbereich stehen Namen wie Kylian Mbappe oder Antoine Griezmann wie absolute Weltklasse, aber auch die dahinter im zweiten Glied befindlichen Akteure wie Thomas Lemar, Nabil Fekir oder Ousmane Dembele haben das Zeug zur einer ganz großen Karriere im Frankreich-Trikot.

Giroud trifft dreimal in Folge

Hinzu kommt, dass alle genannten Offensivspieler noch mindestens einige Jahre oder wie Mbappe, Dembele oder Lemar den Großteil ihrer Karriere vor sich haben. Allerdings handelt es sich dabei ausnahmslos um Spieler, die eher über Außen oder mit Anlauf agieren, indes nicht in vorderster Front am besten aufgehoben sind. Dort ist in der Equipe Tricolore nach wie vor Olivier Giroud gesetzt.

Der mittlerweile 32 Jahre alte Stürmer blieb zwar während der Weltmeisterschaft 2018 trotz Einsätzen in allen sieben Partien ohne Treffer, hatte mit seiner mannschaftsdienlichen Spielweise und als vorderste Anspielstation aber dennoch großen Anteil am Triumph in Russland.

Und in den vergangenen Monaten hat Giroud in nationalen Diensten auch wieder seinen Torriecher entdeckt. Auf einen Treffer beim 2:1-Sieg in der Nations League 2018/19 im September gegen die Niederlande folgten zuletzt drei Länderspiele mit jeweils einem Giroud-Tor.

Im Oktober traf Giroud beim 1:0 Sieg im Testspiel gegen Uruguay entscheidend und steuerte zum Auftakt der EM-Qualifikation 2020 im März in Moldawien (4:1) sowie gegen Island (4:0) jeweils ein Tor bei.

Aktuell ist davon auszugehen, dass Giroud auch bei der EURO 2020 eine wichtige Rolle spielen wird, zumal sich für die Rolle des klassischen Mittelstürmers, der für die nachrückenden Mbappe und Griezmann Räume schaffen soll, kein anderer Akteur wirklich aufdrängt.

Alassane Plea, der in dieser Position vorstellbar wäre und der im Herbst sein Debüt feierte, spielt nach einer starken Hinrunde im Trikot von Borussia Mönchengladbach bislang eine enttäuschende Rückserie.

Giroud nur in der Europa League regelmäßig im Einsatz

An Girouds Stellenwert bei Nationaltrainer Didier Deschamps dürfte auch eine nicht optimale Situation im Verein kaum etwas verändern. Für den FC Chelsea durfte Giroud in der laufenden Saison der Premier League bei insgesamt 24 Einsätzen nur siebenmal von Beginn an ran. Zwei Tore und vier Vorlagen sind dabei sicher eine ausbaufähige Bilanz.

Regelmäßig zum Einsatz kommt Giroud dafür in der Europa League, in der für den Franzosen nach Chelseas Halbfinal-Einzug in elf Partien immerhin zehn Treffer und drei Assists zu Buche stehen.

Nichtsdestotrotz ist Giroud mit seiner Rolle bei den Blues nicht glücklich und ließ kürzlich durchblicken, einer Veränderung im Sommer offen gegenüberzustehen. Dabei allerdings sitzt der Routinier nicht am längeren Hebel.

Zwar läuft Girouds Vertrag am 30. Juni aus, doch der FC Chelsea kann von einer Verlängerungsoption Gebrauch machen und wird das laut Aussage von Trainer Mauricio Sarri auch tun. Möglicherweise aber hat dieser Schritt auch nur den Hintergrund, dass sich Chelsea die Chance auf eine Ablöse sichern will. Denn einen komplett unzufriedenen Spieler zu halten, dürfte kaum im Sinne des Vereins sein.

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