Löw schließt Comeback von Hummels und Müller nicht aus

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Am heutigen Montag feiert Bundestrainer Joachim Löw seinen 60. Geburtstag und ist schon alleine deshalb ein gefragter Mann. Daran freilich wird sich in den kommenden Wochen und Monaten vor Beginn der Europameisterschaft im Sommer 2020 nur wenig ändern. Und natürlich kreisen auch schon die Gedanken Löws um das Turnier, das der Weltmeister-Coach der WM 2014 in seiner erfolgreichen Trainerkarriere noch nicht gewonnen hat.

Gegenüber “Bild“ gab Löw nun in einem Interview einen recht ausführlichen Einblick in seine Überlegungen in personeller Hinsicht. Insbesondere schloss der Bundestrainer dabei ein Comeback der vor knapp einem Jahr im März 2019 aussortierten Weltmeister Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng, die aktuell mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen, nicht aus.

Vor allem die Rufe nach Müller und Hummels im Deutschland-Trikot wurden in den letzten Wochen in der Öffentlichkeit immer lauter. Nun erklärte Löw, zwar für die Länderspiele Ende März in Spanien und gegen Italien weiterhin nicht mit den Routiniers zu planen, deren Leistungen aber sehr wohl zu verfolgen.

Müller und Hummels stünden bereit

“Im Fußball ist grundsätzlich doch alles möglich, da haben wir schon so viel erlebt. Mats Hummels und Thomas Müller sind, genauso wie Jerome Boateng, Spieler mit einer außergewöhnlichen Qualität und mit großen Verdiensten für Deutschland.

Wir alle – und ich persönlich – haben ihnen sehr viel zu verdanken. Die drei haben, wie andere auch, in den Jahren vor dem Titelgewinn 2014 doch selbst erlebt, wie es sie in ihrer Entwicklung vorangebracht hat, die Räume bei uns zu bekommen, die sie für den nächsten Schritt gebraucht haben“, so Löw, der bis auf Weiteres an seinem vor einem Jahr gefassten Plan, der nachrückenden Generation den gleichen Raum zur Entfaltung wie einst Hummels und Co. geben zu wollen, festhalten will.

“Ich weiß nach wie vor, was sie können und registriere ihre starken Leistungen. Und ich weiß, dass ich mich als mögliche Option auf sie verlassen könnte, wenn wir kurz vor der EM Probleme bekämen“, hält sich Löw die Möglichkeit offen, möglicherweise im Mai kurzfristig auf die eigentlich aussortierten Weltmeister für den deutschen EM 2020 Kader zurückzugreifen. Gerade Müller und Hummels haben im Laufe der letzten Monate auch schon deutlich gemacht, für diesen Fall bereit zu stehen und Deutschland in der Europameisterschaft 2020 Gruppe F verstärken zu wollen.

Mehrere Rückkehrer erwartet

Zunächst will Löw aber auch noch abwarten, wie sich die zuletzt verletzt fehlenden Akteure entwickeln. Niklas Süle und Leroy Sane arbeiten nach Kreuzbandrissen am Comeback, wobei Sane schon einen Schritt weiter ist, aber für Manchester City auch noch nicht im Einsatz war.

Dennoch ist eine Nominierung des ehemaligen Schalkers für die EM Testspiele 2020 Ende März im Bereich des Möglichen. Dann sollen auch Julian Draxler, Thilo Kehrer und Antonio Rüdiger wieder zur Verfügung stehen. Auch von deren Auftreten gegen hochkarätige Gegner wie Spanien und Italien dürfte abhängen, ob Löw sich verstärkt über Hummels, Müller und vielleicht auch Boateng Gedanken macht.

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