EM-Aufgebot mit 26 statt 23 Spielern?

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Rund sechs Wochen vor dem Start der Fußball Europameisterschaft 2021 geht der Kampf um die Plätze in den Aufgeboten der 24 EM Teams in die heiße Phase. Dabei dürfen die Spieler, die aktuell eher auf der Kippe stehen und einen Platz im EM-Aufgebot zu verpassen drohen, auf die UEFA hoffen, die wohl nach dem Beschluss, bei der EURO fünf Auswechslungen zuzulassen, den Nationaltrainern noch mehr Spielraum und Flexibilität zugestehen wird.

Die offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, doch laut einem Bericht der “Times“ sollen die Kader statt der bislang bei großen Turnieren üblichen 23 Akteure auf 26 Profis anwachsen. Eine entsprechende Entscheidung gilt jedenfalls nur noch als Formsache.

Wunsch von Mancini und Martinez geht in Erfüllung

Die UEFA würde damit auf eine Forderung mehrerer Nationaltrainer, unter anderem von Italiens Roberto Mancini und von Belgien Roberto Martinez, reagieren, die auch auf die mit der Corona-Pandemie verbundene Gefahr hingewiesen haben, dass plötzlich größere Teile des Aufgebots krankheitsbedingt wegfallen könnten.

Mögliche Corona-Fälle während des Turniers besser kompensieren zu können, ist indes nicht das einzige Argument für größere Aufgebote. Auch die Möglichkeit, mit mehr Spielern nach einer sehr intensiven, weil erst spät gestarteten Saison die Belastungen besser verteilen zu können, wird von Befürwortern größerer Aufgebote angeführt.

Angedacht ist, dass neben der weiterhin dreifach besetzten Torwartposition und einer doppelten Besetzung jeder Feldspielerposition eine zusätzliche Alternative je Mannschaftsteil nominiert werden kann. Ob dann alle 26 Akteure während der Spiele auch als Wechseloptionen auf der Ersatzbank Platz nehmen dürfen oder ein Teil nicht auf dem Spielberichtsbogen erscheinen wird, ist noch offen.

Deutschland: Bessere Chancen für die Top-Talente und drei Rückkehrer?

Auf jeden Fall bieten die größeren Kader den Nationaltrainern die Möglichkeit, den einen oder anderen jungen Spieler hinzuzunehmen, der womöglich noch keine Soforthilfe darstellt, aber in den längerfristigen Planungen eine Rolle spielt und nun schon einmal die Abläufe bei einem großen Turner kennenlernen könnte.

In Bezug auf den möglichen Deutschland EM Kader 2021 sind in diesem Zusammenhang vor allem die von Bundestrainer Joachim Löw im März erstmals nominierten Top-Talente Florian Wirtz und Jamal Musiala heiße Kandidaten.

Die Möglichkeit, drei zusätzliche Spieler nominieren zu können, dürfte überdies auch die Chancen der Routiniers Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng auf eine Rückkehr ins deutsche Fußball Nationaltrikot erhöhen. Das Argument, dass die Weltmeister von 2014 anderen Akteuren, die in den vergangenen Jahren aufgelaufen und auch die EM-Qualifikation geschafft haben, einen Platz wegnehmen würde, zielt auf jeden Fall nun ins Leere.

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