Leon Goretzka auch beim DFB künftig im Zentrum?

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Die gut zweimonatige Corona-Pause hat Leon Goretzka augenscheinlich richtig gut getan. Sichtlich muskulöser und damit auch robuster präsentiert sich der 25-Jährige seit dem Re-Start der Bundesliga in absoluter Top-Form.

In allen fünf Begegnungen seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs stand Goretzka, der dabei sicherlich auch vom verletzungsbedingten Ausfall Thiagos profitierte, in der Startelf des FC Bayern München und verbuchte bei den fünf eingefahrenen Siegen zwei Tore und drei Vorlagen.

Am Samstag beim 4:2-Sieg des FC Bayern bei Bayer Leverkusen, mit dem die erneute Meisterschaft der Münchner nun schon ganz nahe ist, lieferte Goretzka vielleicht sogar seine beste Leistung seit seinem Wechsel vom FC Schalke 04 an die Isar im Sommer 2018 ab.

Vor dem Ausgleichstreffer zum 1:1 eroberte Goretzka zunächst entschlossen den Ball von Moussa Diaby und schickte dann Kingsley Coman mit einem perfekten Pass auf die Reise. Das 2:1 besorgte Goretzka mit seinem insgesamt fünften Saisontreffer dann selbst.

Lob von Uli Hoeneß

Schwer vorstellbar, dass Trainer Hans-Dieter Flick Goretzka nun aus der Mannschaft nimmt, obwohl Thiago wieder fit ist und schon in Leverkusen zu einem Kurzeinsatz kam. Vielmehr ist gut möglich, dass die Doppelsechs mit Goretzka und Joshua Kimmich das Bayern-Spiel auf Jahre hinaus prägen kann. Ehrenpräsident Uli Hoeneß jedenfalls sieht neben Kimmich, der schon länger einen Schritt weiter ist und als Führungsspieler etabliert ist, auch Goretzka auf dem richtigen Weg.

“Leon hat sich in den vergangenen Wochen als absolute Persönlichkeit auf dem Platz herauskristallisiert, weil jetzt Verantwortung übernimmt, die er anfangs überhaupt nicht übernahm“, lobt Hoeneß im “Kicker“ und sieht im ehemaligen Schalker einen “wichtigen Bestandteil“ der Zukunft des FC Bayern: “Er entwickelt sich zu einem richtigen Bayern-München-Spieler.“

Ob das auch für die deutsche Nationalmannschaft gilt, bleibt abzuwarten. Aktuell ist dort im zentralen Mittelfeld neben Kimmich noch Toni Kroos gesetzt, woran sich im Normalfall zumindest bis zur Fußball EM 2021 auch nichts ändern wird.

Bundestrainer Joachim Löw macht indes ebenfalls im “Kicker“ keinen Hehl aus seiner Wertschätzung für Goretzka, der in 25 Länderspielen im Deutschland-Trikot auf bemerkenswerte elf Tore kommt. Stammspieler darf sich der gebürtige Bochumer in der DFB-Elf indes noch nicht nennen und muss, wenn Kroos und Kimmich fit sind, meist auf die rechte Seite ausweichen.

Löw sieht Goretzka auf Dauer im Zentrum

Dauerhaft verortet Löw Goretzka allerdings trotz einst vorhandener Überlegungen, den 1,89 Meter großen Rechtsfuß als rechten Außenverteidiger zu bringen, allerdings im Zentrum: “Er ist ein Kombinationsspieler mit viel Dynamik, sehr guter Technik und gutem Orientierungsvermögen. Aus der zentralen Position strahlt er – und das zeichnet gerade ihn aus – eine gewisse Torgefährlichkeit aus, weil er immer wieder in die Spitze vorstößt. Leon weiß, dass er Tore erzielen kann, mit dem rechten Fuß, dem linken, per Kopf. Deshalb sehe ich ihn in den kommenden Jahren in der zentralen Position.“

Bis auf Weiteres allerdings muss Goretzka wohl im Nationalteam noch einen anderen Platz finden, was aufgrund der vorhandenen Flexibilität und in der momentanen Form aber nicht das ganz große Problem darstellen sollte.

Das DFB-Team spielt in EM 2021 Gruppe F mit Frankreich, Portugal und dem Sieger aus Nations League Play Off A um den Aufstieg ins EM-Achtelfinale. Bei den Deutschland EM 2021 Wetten gibt es eine 9er-Quote auf den Gesamtsieg bei der EURO.

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