Norwegen-Trainer Lagerbäck bietet nach EM-Aus Rücktritt an

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Der norwegische Traum von der Teilnahme an der Fußball Europameisterschaft 2021 ist geplatzt. Vor dem Halbfinale in den EM Playoffs 2020 gegen Serbien waren die Wikinger durchaus selbstbewusst und gleichzeitig optimistisch, was auf mehreren Faktoren beruhte.

Zum einen durfte Norwegen, wenn auch coronabedingt nur vor einer geringen Kulisse, zu Hause ran. Zum anderen muss gerade die Offensive mit Erling Haaland, Alexander Sörloth und Martin Ödegaard kaum einen internationalen Vergleich scheuen.

Letztlich reichte es für Haaland und Co. aber nicht, um ins Play-off-Finale einzuziehen, in dem es im November dann um das EM-Ticket geht. Denn gegen eine insgesamt gefährlicher wirkende serbische Auswahl hielt Norwegen die Partie zwar weitgehend offen, geriet aber durch den eingewechselten Sergei Milinkovic-Savic in der 82. Minute in Rückstand.

Norwegen raffte sich aber noch einmal auf, konnte zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit durch Mathias Normann ausgleichen und sich in die Verlängerung retten. In dieser blieb eine erneute Antwort auf das 1:2 abermals durch Milinkovic-Savic in der 102. Minute allerdings aus.

Haaland frustriert

Der Frust im norwegischen Lager war dementsprechend groß, bleibt doch die EM 2000 in Niederlanden und Belgien bis auf Weiteres das letzte große Turnier, zu dem es die Wikinger geschafft haben.

Torjäger Haaland, der abgesehen von einem auf der Linie geklärten Kopfball im ersten Durchgang kaum zur Geltung kam, machte seinem Ärger im Interview mit dem TV-Sender “TV2“ Luft: „Ich fühlte mich überhaupt nicht ins Spiel eingebunden. Ich werde jetzt nicht schimpfen, aber ich bin richtig sauer. Das war schlicht und ergreifend nicht gut genug. Das ist einfach enttäuschend. Wir hatten eine gute Möglichkeit, zur EM zu kommen.“

Während man in die Worte Haalands auch eine gewisse Kritik an Trainer Lars Lagerbäck interpretieren konnte, sah Spielmacher Ödegaard eher die Tagesform als entscheidenden Faktor: “Wir hätten kaum besser vorbereitet sein können, aber zu viele hatten einen schlechten Tag.“

Lagerbäck peilt noch zwei Siege in der Nations League an

Norwegens Coach Lars Lagerbäck, der im Laufe seiner langen Karriere bereits mit Schweden, Nigeria und Island bei mehreren Welt- und Europameisterschaften vertreten war, steht ungeachtet dessen in der norwegischen Öffentlichkeit stark in der Kritik. Ob der 72-Jährige seinen noch bis zur WM 2022 in Katar laufenden Vertrag erfüllen wird, erscheint überaus fraglich.

Vielmehr bot Lagerbäck direkt nach der Partie gegen Serbien offen seinen Rücktritt an. „Ich habe kein Problem damit, zur Seite zu treten, falls mein Arbeitgeber dies wünscht“, so der schwedische Fußball-Lehrer, der indes auch betonte, zunächst in den Nations League Liga B Duellen der kommenden Tage gegen Rumänien und Nordirland noch zwei Siege einfahren zu wollen.

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