Müller in Top-Form – DFB-Comeback aktuell aber kein Thema

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Mit der Vorlage zum 1:0 durch Leon Goretzka und dem Treffer zum 2:0 war Thomas Müller am Samstagabend maßgeblich dafür verantwortlich, dass der FC Bayern München beim 5:2 gegen Eintracht Frankfurt auf die Siegesstraße eingebogen ist. Damit unterstrich der 30-Jährige seine starke Verfassung, der augenscheinlich auch die über zweimonatige Corona-Pause nicht geschadet hat.

Bemerkenswert, weil für Trainer im Allgemeinen und den Bayern-Coach im Besonderen eher unüblich war nach Schlusspfiff die Aussage von Hans-Dieter Flick, der bei “Sky“ zu einer Lobeshymne für Müller ansetzte: “Ich muss Thomas Müller herausheben, der sehr intelligent die Räume genutzt hat.“

Müller unter Flick mit mehr als einer Torbeteiligung pro Begegnung

Unabhängig vom Spiel gegen Frankfurt lesen sich die Zahlen von Müller, der vor dem Trainerwechsel von Niko Kovac zu Flick im November mehrfach nur Bankdrücker war, überaus beeindruckend. Nach vier Torvorlagen an den ersten zehn Spieltagen unter Kovac bringt es Müller in den 17 Bundesliga-Spielen unter Flick auf sieben Treffer und 13 Assists. Zudem stehen für den Weltmeister von 2014 in dieser Saison in der Champions League in sechs Spielen zwei Treffer und zwei Assists zu Buche. Im DFB-Pokal traf Müller in vier Begegnungen zwei Mal und verbuchte eine Vorlage.

Dass angesichts dieser exzellenten Verfassung Fragen nach einem Comeback in der Nationalmannschaft aufkommen, überrascht nur bedingt. Von “Sky-Experte“ und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus auf die Europameisterschaft 2021 angesprochen, hielt sich Müller nach seinem starken Auftritt gegen Frankfurt allerdings sehr bedeckt und verwies wie schon mehrfach in den vergangenen Wochen auf seine Ziele mit dem FC Bayern: “Unkraut vergeht nicht! Aber das DFB-Thema möchte ich hinten anstellen. Erstmal wollen wir die Meisterschaft nach München holen – wo sie hingehört! Alles andere ist Zukunft…“

Im März 2019 ausgemustert

Klar dürfte indes sein, dass der erste Schritt von Bundestrainer Joachim Löw ausgehen muss, der im März 2019 in einem Handstreich mit Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels gleich drei verdiente Akteure ausgemustert hatte. In der Folge machte Müller keinen Hehl aus seiner Verärgerung darüber, nach 38 Treffern in exakt 100 Länderspielen im DFB-Trikot ohne Vorwarnung auf diese Art und Weise abserviert worden zu sein.

Solange Müller mit Leistung überzeugt, dürften ähnlich wie bei Hummels, der bei Borussia Dortmund nach wie vor zu den herausragenden Innenverteidigern der Bundesliga zählt, die Rufe nach einer Rückkehr nicht leiser werden.

Ob Löw sich tatsächlich mit einem Comeback der Routiniers beschäftigt, wird derweil mutmaßlich auch davon abhängen, ob auf den entsprechenden Positionen im Herbst in der Deutschland Nations League sowie im Frühjahr 2021 Bedarf entsteht. Ende Mai / Anfang Juni 2021 müsste DFB-Bundestrainer Joachim Löw seinen Deutschland EM 2021 Kader bekannt geben.

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