Gernot Rohr bleibt Nigerias Nationaltrainer

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Anders als die EM 2021 musste in Afrika aufgrund der Corona-Pandemie kein großes Turnier verschoben werden. Die nächste Auflage des Afrika-Cups ist erst für 2021 geplant – für den Zeitraum vom 9. Januar bis zum 6. Februar. Nachdem 2019 in Ägypten im Sommer gespielt wurde, ist der 33. Afrika-Cup somit wieder für den Jahresbeginn angesetzt. Wohl immer unter der Voraussetzung, dass COVID-19 bis dahin unter Kontrolle ist.

Aktuell freilich stehen abgesehen von Gastgeber Kamerun noch keine Teilnehmer statt. Weil die eigentlich für März und Juni geplanten Qualifikationsspiele auf den Herbst verlegt werden mussten, wird sich das 24 Mannschaften umfassende Teilnehmerfeld auch erst kurzfristig zusammensetzen.

Verband teilt bevorstehende Verlängerung mit

Mit dabei sein will natürlich die nigerianische Nationalmannschaft, die 2019 im Halbfinale knapp am späteren Sieger Algerien (1:2) scheiterte, sich aber mit einem 1:0 über Tunesien zumindest noch den dritten Platz sichern konnte. In die Afrika-Cup-Qualifikation ist Nigeria mit 2:1-Heimsieg gegen Benin und einem 4:2-Erfolg in Lesotho gestartet. Ausstehend sind nun noch die Rückspiele sowie beide Duelle mit Sierra Leone. Da die beiden ersten der Vierer-Gruppe an der Endrunde teilnehmen, stehen die Chancen für Nigeria aber gut.

Beschlossene Sache ist derweil, dass die Super Eagles weiterhin von Gernot Rohr trainiert werden. Der 66 Jahre alte Fußball-Lehrer wird laut einer Mitteilung des nigerianischen Fußball-Verbandes NFF in Kürze einen neuen Vertrag unterschreiben. Auf einer Sitzung des Exekutivkomitees wurden die Weichen für eine weitere Zusammenarbeit mit dem gebürtigen Mannheimer gestellt, der bereits seit 2016 Trainer in Nigeria ist und es in diesem Zeitraum auch zur Fußball Weltmeisterschaft 2018 in Russland schaffte.

Dort allerdings kamen Rohr und die Super Eagles nicht über die Vorrunde hinaus. Ein 2:0-Sieg über Island war bei Niederlagen gegen Kroatien (0:2) und Argentinien (1:2) zu wenig für den angepeilten Achtelfinal-Einzug. Nun ist die erfolgreiche Qualifikation für die WM 2022 in Katar das neue Ziel.

Re-Start am 31. August gegen Sierra Leone?

Dennoch erhielt Rohr weiterhin das Vertrauen und setzte den schon vor der WM eingeschlagenen Verjüngungskurs fort. Die Früchte dieser Arbeit könnte Rohr nun weiterhin in Amt und Würden ernten. Davon war noch vor wenigen Wochen nicht unbedingt auszugehen.

Denn perfekt lief die Zusammenarbeit mit dem Sportministerium und dem Verband längst nicht immer, wie der ehemalige Profi des FC Bayern München, der sowohl als Spieler als auch als Trainer lange in Frankreich aktiv war, ohne Blatt vor den Mund kritisierte: “Ich habe Spaß mit dieser Mannschaft, es gibt aber auch viele Probleme, da muss man Lösungen finden.“

Zumindest diese gravierendsten Punkte scheinen ausgeräumt, sodass es nach jetzigem Stand am 31. August mit Rohr auf der Bank und dem Heimspiel gegen Sierra Leone weitergehen kann. Sofern nicht das Corona-Virus erneut einen Strich durch die Rechnung macht. In der FIFA-Weltrangliste liegt Nigeria derzeit auf Rang 31.

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