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Argentinien siegt beim Neuanfang

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Gut zwei Monate nach dem Aus im Achtelfinale der WM 2018 gegen den späteren Weltmeister Frankreich (3:4) hat die argentinische Nationalmannschaft ihren Neuanfang mit neuem Trainer und deutlich verändertem Kader erfolgreich gestaltet.

Auf neutralem Boden in Los Angeles setzte sich die Albiceleste klar mit 3:0 gegen die Auswahl Guatemalas durch und überzeugte dabei vor allem in den ersten 45 Minuten.

In der 27. Minute brachte Gonzalo Martinez Argentinien in seinem ersten Länderspiel per Elfmeter in Führung und noch vor der Pause legten Giovani Lo Celso (35.) und Giovanni Simeone (44.) die Treffer Nummer zwei und drei nach. Auch Simeone gelang damit beim Debüt direkt das erste Tor im Argentinien-Trikot.

Dybala und Icardi nur auf der Bank

Insgesamt hatte Trainer Lionel Scaloni, der vorerst nur interimsweise bis Dezember im Amt bleiben soll, zwölf Spieler ohne Länderspielerfahrung nominiert und auch ein deutliches Zeichen in Richtung Neustart damit gesetzt, dass im 28-köpfigen Kader lediglich zwei Akteure älter als 30 Jahre waren.

Bemerkenswert überdies, dass Scaloni gegen Guatemala in Europa etablierte und als Stars anerkannte Spieler wie Paulo Dybala oder Mauro Icardi, in denen Experten wichtige Faktoren beim Neuaufbau sehen, 90 Minuten lang auf der Bank ließ.

Gar nicht dabei war Lionel Messi, dessen Nummer zehn nicht vergeben wurde. Ob der 31 Jahre alte Superstar, der Scaloni nach der WM um eine Pause zunächst bis zum Ende des Jahres gebeten hatte, überhaupt noch einmal ins Trikot der Albiceleste schlüpfen wird, ist unterdessen nach wie vor nicht endgültig geklärt.

Scaloni will nicht über Messi reden

Auch Trainer Scaloni, dessen Zukunft wohl auch von den Auftritten der nächsten Wochen und Monate abhängen wird, weiß noch nicht, ob der fünffache Weltfußballer seinem Land weiter zur Verfügung stehen wird.

Der Coach war im Vorfeld der Spiele gegen Guatemala und Kolumbien (Dienstag, 11. September) ohnehin darum bemüht, die Aufmerksamkeit auf das nominierte Personal und weg von Messi zu lenken. “Bezüglich der Situation rund um Lionel Messi haben wir uns ja schon geäußert und auch mit dem Spieler selbst gesprochen. Jetzt müssen wir abwarten, ob er ins Nationalteam zurückkehrt.“

Zugleich äußerte Scaloni Kritik daran, dass die Medien Spekulationen um einen möglichen Rücktritt Messis zum Teil mehr Platz einräumten als den Berichten rund um den Neustart der Nationalmannschaft: “Ich denke nicht, dass es gerechtfertigt ist, über ihn zu reden. Wir werden schon sehen, was in Zukunft passiert.“

Klar ist freilich auch, dass die Spekulationen und Mutmaßungen solange weitergehen werden bis sich der mit dem FC Barcelona stark in die neue Saison gestartete Messi selbst final zu seiner Zukunft im Nationaldress äußert. Wann dies der Fall sein wird, ist aber nicht absehbar.

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