Argentinien Trikot

Das argentinische Trikot gehört zu den Jerseys mit dem größten Wiedererkennungseffekt überhaupt. Praktisch jeder Fußballfan kann die Oberteile, die aus den vertikal verlaufenden weißen und hellblauen Streifen, die im Gittermuster angeordnet sind, dem südamerikanischen Land zuordnen. Das Zweittrikot – Dunkelblau und Schwarz – ist wesentlich unbekannter.

Tatsächlich hat Ausrüster adidas, der seit den 1970er Jahren mit Argentinien zusammenarbeitet, viel dafür getan, um diesen Zustand zu erreichen. Oberflächlich scheint es so, als hätte sich das Jersey in all den Jahrzehnten überhaupt nicht verändert. Ganz der Wahrheit entspricht dies aber natürlich nicht: Adidas hat immer wieder mit unterschiedlichen Schnitten gespielt, neue Technologien sind in die Jerseys von Argentinien eingeflossen, zudem wurden die Blautöne zwischenzeitlich wiederholt angepasst.

Argentinien hat Adidas zu seinem Glück gezwungen

Was weitgehend unbekannt ist, ist der Umstand, dass Adidas heute wohl ein komplett anderer Sportartikelhersteller wäre, hätte es nicht die Partnerschaft mit Argentinien gegeben. Wohl auch deshalb ist man sich so lange treu geblieben. Adidas sah sich nach dem Zweiten Weltkrieg im Fußballbereich eher als Anbieter von Schuhen. Jerseys fertigte man eigentlich nur für Deutschland. Und die weiß-schwarzen Trikots wirkten nicht so verführerisch, als dass es einen gigantischen Ansturm anderer Länder bei Adidas gab.

In den 1970er Jahren expandierten Nike und Puma jedoch zunehmend in den Trikot-Bereich im Fußball. Adidas drohte, ins Hintertreffen zu geraten. Das Unternehmen musste sich aktiv darum bemühen, neue Partner zu finden. Argentinien war eines der ersten Länder, das sich zu Adidas als Ausrüster bekannte. 1970 bot Adidas noch nur Schuhe an, zwei Jahre später hatte sich der eigene Katalog dramatisch vergrößert. Ob es heute beispielsweise eine LifeStyle-Abteilung des deutschen Herstellers geben würde, wenn man nicht von Anfang an so hervorragend mit Argentinien zusammengearbeitet hätte, dass immer mehr Länder von Adidas ausgerüstet werden wollten, ist fraglich.

Argentiniens magische Nummer 10

Für viele Länder ist die 10 keine gewöhnliche Rückennummer, sondern eine von einer besonderen Magie erfüllte Zahl. Tatsächlich ist die Hype um die 10 vielleicht mit Ausnahme von Brasilien in keinem Land der Welt so groß, wie in Argentinien. Wenn Pelé der 10 zur besonderen Bekanntheit verholfen hat, so war es Diego Maradona, der für ihren weltweiten Durchbruch gesorgt hat. Der Argentinier wurde zum Sinnbild des Spielers schlechthin, der die 10 auf dem Rücken trägt. In jeder Nationalmannschaft und in jedem Verein musste sich der 10er fragen lassen, ob er so gut wie Maradona ist.

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Es sollte einem weiteren Argentinier vorbehalten sein, als Nummer Zehn aus dem Schatten Maradonas zu treten, und seinerseits einen solch großen zu werfen, dass es für jeden anderen 10er praktisch unmöglich ist, sich mit diesem zu messen: Lionel Messi. Er sorgt dafür, dass die Legende der argentinischen Nummer 10 um stolze Kapitel reicher ist.

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