Fussball WM & EM

Zweite Trainerentlassung beim Asien-Cup

Lesezeit: 3 Min.

Die Asienmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emirate läuft noch keine Woche und doch gibt es bereits die zweite Trainerentlassung zu vermelden.

Nachdem sich Thailand im Anschluss an die 1:4-Niederlage im Auftaktspiel gegen Indien vom allerdings zuvor schon umstrittenen Serben Milovan Rajevac getrennt hatte, gab Syrien kurz nach dem 0:2 am Donnerstagnachmittag gegen Jordanien die Entlassung des Deutschen Bernd Stange bekannt.

„Trainer sind immer verantwortlich für die Leistung ihrer Mannschaft. Wir sind extrem enttäuscht, denn wir wollten das erste Mal in die nächste Runde. Ich werde niemals einen Spieler verantwortlich machen. Natürlich ist der Trainer verantwortlich“, nahm der 70-Jährige die Pleite, der ein torloses Unentschieden im ersten Spiel gegen Palästina vorausgegangen war, die Niederlage auf sich.

Stange mit drei Siegen in elf Spielen

Nur wenige Stunden nach diesem Statement teilte der syrische Verband in einer kurzen Erklärung die Trennung von Stange mit. Im letzten Gruppenspiel gegen Titelverteidiger Australien am Dienstag wird mit Fajr Ibrahim ein ehemaliger Nationaltrainer in die verantwortliche Position zurückkehren und das Team interimistisch betreuen.

Klar ist, dass dann nur ein Sieg die Chance auf das Weiterkommen wahrt, wobei die konkrete Ausgangslage auch vom Ausgang der Begegnung zwischen Australien und Palästina am heutigen Freitag abhängt.

Nach der überraschend knapp verpassten Qualifikation für die Fußball WM 2018, just in Play-offs gegen Australien, hatte Bernd Stange die Auswahl Syriens erst im Februar 2018 übernommen – mit dem Ziel, eine schlagkräftige Mannschaft für den Asien-Cup zu formen und zum ersten Mal überhaupt beim asiatischen Kontinentalturnier die Vorrunde zu überstehen. Stanges Bilanz liest sich mit nur drei Siegen in insgesamt elf Spielen allerdings sehr überschaubar.

Thailand feiert mit neuem Trainer gleich einen Sieg

Wie es mit dem früheren Nationaltrainer der DDR, der unter anderem auch schon die Auswahlmannschaften des Oman, des Irak oder von Singapur unter seinen Fittichen hatte, weitergeht, ist offen. Ein erneutes Engagement im asiatischen Raum scheint trotz des nicht mehr ganz jungen Alters zumindest im Bereich des Möglichen.

In Syrien hofft man nun natürlich auf eine ähnliche Wirkung des Trainerwechsels wie beim thailändischen Team. Unter Rajevac-Nachfolger Sirisak Yodyardthai feierte Thailand einen 1:0-Sieg über Bahrain und hat damit noch alle Chancen auf das Weiterkommen.

Um sicher ins Achtelfinale einzuziehen, ist allerdings im letzten Gruppenspiel gegen den Gastgeber Vereinigte Arabische Emirate ein Sieg nötig. Selbst im Falle einer Niederlage wäre ein Einzug in die K.o.-Phase aber nicht ausgeschlossen. Denn analog zur Fußball Europameisterschaft 2020 kommen neben den beiden Gruppenersten auch die vier besten Gruppendritten weiter.

 Mehr zur EURO 2020:

Exit mobile version