Lagerbäck übernimmt Traineramt bei Norwegen

Die norwegische Fußball-Nationalmannschaft hat einen neuen Nationaltrainer. Wie der norwegische Fußballverband heute Mittag bekanntgab, übernimmt der Schwede Lars Lagerbäck das Traineramt von Per-Mathias Hogmo, der bereits im November aufgrund nicht zufriedenstellender Ergebnisse bei der WM-Quali 2018 entlassen wurde.

Große Erfolge als Island-Teamchef

Lars Lagerbäck hatte zuletzt gemeinsam mit Heimir Hallgriímsson als Nationaltrainer der isländischen Nationalmannschaft für Furore gesorgt, als er mit den Inselkickern bei der EURO 2016 in Frankreich bis ins Viertelfinale vordrang. Zuvor hatte der 68-Jährige die Isländer zu ihrer ersten EM-Endrunde in der Fußballgeschichte geführt.

Mit seinem Heimatland Schweden, dass er von 2000 bis 2009 trainierte, hatte sich Lagerbäck für zwei WM- (2002, 2006) und EM-Endrunden (2004, 2008) qualifiziert.

Nach der verpassten Endrundenteilnahme zur WM 2010 in Südafrika trat Lagerbäck als Teamchef der Schweden zurück und übernahm 2010 die nigerianische Nationalmannschaft für ein Jahr. Danach folgte das fünfjährige Traineramt bei Island (2011 – 2016), welches er nach der Europameisterschaft freiwillig aufgab. Zuletzt war der 68-Jährige als Berater für Schwedens Nationalteam tätig.

Norwegen in WM-Quali mit Rücken zur Wand

Mit der Übernahme der norwegischen Nationalmannschaft stellt sich Lars Lagerbäck der Herausforderung, die Qualifikation für die Fußball-WM 2018 in Russland doch noch erfolgreich zu meistern. Nach bisher vier absolvierten Spieltagen steht Norwegen mit nur drei Punkten da. Lediglich gegen den 202. der FIFA-Weltrangliste San Marino gelang ein Sieg.

Mit einem Rückstand von 9 Punkten auf Tabellenführer Deutschland ist der erste Platz weit außer Reichweite. Lagerbäck wird sich mit seinem Team auf das Erreichen des zweiten Platzes und dem damit verbundenen Play-Off Spiel konzentrieren müssen (alle Tabellen der WM-Quali). Dort liegt derzeit Nordirland (7 Punkte), gefolgt von Aserbaidschan (7 Punkte) und Tschechien (5 Punkte). Am 26. März steht das vorentscheidende Spiel gegen Nordirland an.