China: Ai Kesen wohl nur der Anfang der Einbürgerungen

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Bereits im April 2019 und damit gut dreieinhalb Jahre vor Beginn der Weltmeisterschaft 2022 in Katar hat die Qualifikation für die ersten Winter-WM der Geschichte begonnen. Für einige asiatische Nationen von Bhutan über Osttimor bis Laos ist der Traum von der WM-Endrunde dabei schon geplatzt.

Richtig los geht es indes auch in der asiatischen WM-Qualifikation erst im September, wenn im Rahmen der zweiten Runde insgesamt 40 Nationen in acht Fünfergruppen antreten.

Für die acht Gruppensieger und die vier besten Gruppenzweiten geht es anschließend in der dritten von insgesamt vier Qualifikationsrunden weiter. Am Ende schaffen vier asiatische Mannschaften sicher den Sprung zur WM-Endrunde. Ein fünftes asiatisches Team erhält in interkontinentalen Play-Offs noch eine zusätzliche Chance auf ein WM-Ticket.

China nur 2002 bei einer WM-Endrunde dabei

Hoffnungen auf die zweite Endrundenteilnahme nach der WM 2002, als es in Japan und Südkorea drei Niederlagen mit insgesamt 0:9-Toren setzte, macht man sich auch in China. Und im Reich der Mitte will man diesbezüglich auch nur wenig dem Zufall überlassen. So wird der neue Präsident des chinesischen Fußballverbands CFA, Chen Xuyuan, in Staatsmedien mit einer klaren Vorgabe zitiert: „Wir wollen nach Katar.“

Und wie Chen Xuyuan verriet, sollen auf dem Weg dorthin gleich mehrere eingebürgerte Profis die chinesische Auswahl verstärken. Nachdem die Einbürgerung des Brasilianers Elkeson, der inzwischen auf den Namen Ai Kesen hört, bereits in den vergangenen Tagen weit über die Grenzen Chinas hinaus für Aufsehen sorgte, kündigte Chen Xuyuan nun weitere Verstärkungen dieser Art an.

So erklärte der Verbandspräsident, dass aktuell die Einbürgerung von neun Profis laufe. Bei den betreffenden Spielern handelt es sich laut Xuyuan sowohl um Spieler mit als auch um ohne chinesische Wurzeln. Namen wurden bislang nicht bekannt, doch sollen wohl weitere derzeit schon in der chinesischen Super League aktive Brasilianer und der frühere englische Junioren-Nationalspieler Tyias Browning künftig für China auflaufen.

Ai Kesen vor Debüt auf den Malediven

Ai Kesen wurde von Trainer Marcelo Lippi als erster Akteur ohne chinesische Abstammung berufen und soll am 10. September im ersten WM-Qualifikationsspiel auf den Malediven sein Debüt feiern.

Der 30-Jährige, der vor der Einbürgerungen seine brasilianische Staatsbürgerschaft abgeben musste, zählt seit seinem Wechsel Anfang 2013 von Botafogo Rio de Janeiro zu Guangzhou Evergrande zu den herausragenden Akteuren der Super League.

Im Sommer ist Ai Kesen nun nach dreieinhalb Jahren von Shanghai SIPG zu Guangzhou Evergrande zurückgekehrt und hat sich mit sieben Toren in acht Einsätzen direkt wieder als Schlüsselspieler erwiesen.

Eine ähnliche Rolle soll Ai Kesen künftig auch in der chinesischen Nationalmannschaft, die derzeit auf dem 71. Rang der FIFA Fußball Weltrangliste liegt, einnehmen. Bleibt nur abzuwarten, mit wie vielen “Landsleuten“ an seiner Seite.

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