WM 1990 in Italien

Gastgeber: Italien
Teilnehmerzahl: 24
Gewinner: Deutschland
Finalist: Argentinien
Torschützenkönig: Salvatore Schillaci (6 Treffer)

Spielball Fussball Weltmeisterschaft 1990
Wikimedia: Warren Rohner (CC BY-SA 2.0)

Die 14. Fußball Weltmeisterschaft fand 1990 in Italien statt. Unter der Führung von Trainer Franz Beckenbauer konnte Deutschland seinen dritten von bisher vier WM-Titel feiern. Insgesamt nahmen 24 Nationen an der Endrunde teil, darunter 14 Teams aus Europa, vier aus Südamerika sowie je zwei aus Nord- bzw. Mittelamerika, Asien und Afrika.

Gespielt wurde in sechs Gruppen mit je vier Teams. 16 Nationen qualifizierten sich für das Achtelfinale. Das waren neben dem Ersten und Zweiten jeder Gruppe auch die vier besten Gruppendritten. Die Runde der letzten 16 wurde im K.O.-Modus ausgetragen.

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In der Gruppenphase blieben unter den Drittplatzierten somit lediglich Österreich und Schottland auf der Strecke, die zwar beide je einen Sieg feierten, jedoch als einzige Drittplatzierte weniger als drei Punkte (3-Punkte-Regel noch nicht geltend) erreichen konnten.

Rijkaards Spuckanschlag auf Rudi Völler

Der spätere Sieger Deutschland traf im Achtelfinale auf die Niederlande. Der DFB-Elf gelang durch Tore von Jürgen Klinsmann sowie Andreas Brehme die Revanche für die Halbfinal-Niederlage bei der Europameisterschaft 1988.

Der 2:1-Sieg der Deutschen wurde allerdings durch eine Spuckattacke von Frank Rijkaard an Rudi Völler überschattet. Beide Spieler sahen bei dieser Aktion die Rote Karte.

Im Duell der Fußballexoten Kolumbien gegen Kamerun behielten die Afrikaner die Oberhand. Einer der größten Entdeckungen des Turniers war Roger Milla, der sein Team bis ins Viertelfinale führte.

Im Spiel gegen England schlugen sich die Westafrikaner lange Zeit tapfer, doch in der Verlängerung entschied ein Elfmeter zugunsten der Briten, was den Engländern ein aufeinandertreffen trafen mit Deutschland im Halbfinale sicherte.

Neben zahlreichen Kriegen, die diese beiden Nationen gegeneinander führten, trug auch das legendäre Wembley-Tor dazu bei, dass zwischen den beiden Nationen bis heute eine erbitterte Rivalität herrscht. Bei der Weltmeisterschaft 1990 behielt Deutschland die Oberhand.

Die DFB-Auswahl setzte sich glücklich im Elfmeterschießen durch und stand im Finale. Im Endspiel trafen die Beckenbauer-Elf auf Argentinien, rund um Superstar Diego Maradona. Die Gauchos mussten sowohl im Viertelfinale als auch im Halbfinale über die volle Distanz und siegten jeweils im Elfmeterschießen.

In der Runde der letzten Acht warfen sie Jugoslawien aus dem Bewerb, im Semifinale ließ man die Titelträume von Gastgeber Italien platzen.

Finale Argentinien vs Deutschland

Im Endspiel kam es also erneut zum Duell zwischen Argentinien und Deutschland. Bereits vier Jahre zuvor wurde das Finale zwischen diesen beiden Nationen ausgetragen.

Die an diesem Abend überlegenen Deutschen siegten letztendlich durch ein Elfmetertor von Andreas Brehme, nachdem Klaus Augenthaler im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Nach 1954 und 1974 war es für Deutschland der dritte und bisher letzte WM-Triumph.

Legendär wurden die TV-Szenen, die Trainer Franz Beckenbauer nach der Pokalübergabe zeigten, als er alleine über den Rasen schlenderte und die Atmosphäre im Stadion förmlich aufsaugte.

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