Offene Fragen nach Infantino-Wahl

Gianni Infantino
Wikimedia, Piotr Drabik (CC BY 2.0)

Am vergangenen Freitag wurde Gianni Infantino im zweiten Wahlgang zum neuen FIFA Präsidenten gewählt. Der Schweizer setzte sich dabei gegen den favorisierten Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa mit 115 zu 88 Stimmen durch. Infantino ist der neunte Präsident der FIFA und der zweite, nach Sepp Blatter, der aus der Schweiz kommt. Nach seiner Wahl forderte das Neo-Oberhaupt des Weltverbandes Reformen und eine Rückbesinnung auf das Wesentliche: den Fußball.

Zwei wichtige Fragen sind nun demnächst zu klären. Einerseits muss die UEFA einen neuen Geschäftsführer wählen, nachdem Interimslösung Infantino nicht mehr zur Verfügung steht. Bereits in zwei Tagen, am Freitag, dem 4. März, soll im Rahmen einer Sondersitzung des Exekutivkomitees ein Nachfolger für den 45-Jährigen gefunden werden. Als erster Anwärter gilt Theodore Theodoridis, der zuletzt Infantinos Stellvertreter war.

Der Termin für die Wahl eines neuen UEFA-Präsident wurde hingegen noch nicht bekannt gegeben. Die Verantwortlichen bei der UEFA wollen erst den Prozess von Michel Platini abwarten. Erst wenn ein finales Urteil über die Zukunft des Franzosen gefällt ist, soll ein Termin verkündet werden. Die nächste Tagung ist am 3. Mai, spätestens zu Beginn der Europameisterschaft 2016 (10. Juni) soll ein neues Oberhaupt feststehen.

Zu klären ist auch, wann der Vergabeprozess für die Weltmeisterschaft 2026 gestartet wird. Die WM-Endrunden 2018 und 2022 wurden bereits 2010 vergeben, wobei der Bewerbungsprozess bereits 2008 gestartet wurde. Somit ist die FIFA gefordert und wird wohl noch in diesem Jahr genauere Informationen bekannt geben. Bislang bekundeten die USA, Mexiko und Kanada Interesse an der Austragung.