Ralf Rangnick bringt sich als Bundestrainer ins Gespräch

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Der Vertrag von Joachim Löw beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) läuft bis ins Jahr 2022 und doch nehmen in jüngerer Vergangenheit die Spekulationen um die Nachfolge des Bundestrainers zu.

Löw selbst hat mit seinem Assistenten Marcus Sorg und dem Erfolgstrainer der U21, Stefan Kuntz, kürzlich zwei Kandidaten genannt, die aus seiner Sicht für den höchsten Trainerposten im deutschen Fußball in Frage kommen.

Jürgen Klopp dagegen steht laut den Aussagen seines Beraters Marc Kosicke auf absehbare Zeit eher nicht als Nationaltrainer zur Verfügung. Schlichtweg, weil der 52-Jährige beim FC Liverpool allerhöchste Wertschätzung genießt, seinen ohnehin noch bis 2022 laufenden Vertrag nach Möglichkeit vorzeitig verlängern soll und dann weder zu bekommen noch zu bezahlen wäre.

Rangnick aktuell Fußballchef bei Red Bull

Ein anderer Trainer mit großem Namen dagegen hat sich nun selbst als Bundestrainer ins Gespräch gebracht. Gegenüber der “Zeit“ deutete Ralf Rangnick an, sich die Nachfolge von Joachim Löw vorstellen zu können.

“Nationaltrainer zu sein, das gehört zu den Dingen, über die ich in Zukunft nachdenken würde“, so der 61-Jährige, der vergangene Saison nochmals als Trainer von RB Leipzig eingesprungen war und sich nun nach aus dem operativen Geschäft des Sachsen zurückgezogen hat, um bei Red Bull als Fußballchef zu arbeiten, mit einem besonderen Fokus auf die in New York (USA) und Bragantino (Brasilien), von wo auf Sicht Spieler für RB Leipzig und auch Red Bull Salzburg entwickelt werden sollen.

Die weiteren Äußerungen Rangnicks zu diesem Thema lassen zumindest erahnen, dass sich der langjährige Bundesliga-Trainer schon ein paar Gedanken über die Rolle des Bundestrainers gemacht hat: “Auch in dieser Position würde ich den Fokus darauf richten, mich im permanenten Austausch mit den Klubs zu befinden, mir regelmäßig ihre Trainingseinheiten anzuschauen und dadurch die zukünftigen Talente mitzuentwickeln.“

Auch beim DFB mit allen Kompetenzen ausgestattet?

Vor allem bei der TSG 1899 Hoffenheim, die unter Rangnicks Regie aus der damals drittklassigen Regionalliga bis in die Bundesliga durchmarschiert ist und sich dort etabliert hat, als auch als Trainer und Sportdirektor in Leipzig hat der gebürtige Schwabe eindrucksvoll unter Beweis gestellt, ganzen Vereinen eine Philosophie vermitteln zu können und zugleich größten Wert auf den Nachwuchs bzw. junge Spieler zu legen.

Erfolgreich war Rangnicks Arbeit dabei immer mit der kompletten Machtfülle, wobei fraglich wäre, ob ein entsprechendes Konstrukt beim DFB überhaupt möglich wäre. Ohnehin stellt sich die Frage nach der Nachfolge Löws im Moment aber nicht, da der Auftakt in die DFB-EM Quali äußerst erfolgreich ausfiel.

Im Falle einer enttäuschenden Europameisterschaft 2020 könnte das Thema allerdings auf die Agenda rücken.

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