Kein schnelles Comeback von Marcus Rashford – EM-Aus droht

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Ein Grund dafür, warum Tottenham Hotspur nach der 0:1-Niederlage im Achtelfinal-Hinspiel im eigenen Stadion gegen RB Leipzig das frühe Aus in der Champions League droht, war sicherlich das Fehlen von Harry Kane. Ohne den Kapitän und Torjäger sowie ohne den ebenfalls verletzten Heung-Min Son fehlte es den Spurs an der nötigen Durchschlagskraft am und im gegnerischen Strafraum sodass vorne die Null stand.

Während für Tottenhams internationale Ambitionen das Comeback von Kane, der nach einer schweren Muskelverletzung im April zurückerwartet wird, wohl zu spät kommen wird, darf Englands Nationaltrainer Gareth Southgate aktuell noch guter Dinge sein, bei der Europameisterschaft im Sommer 2020 auf den 26 Jahre alten Angreifer und WM-Torschützenkönig von 2018 bauen zu können.

Längst nicht so gut sieht es unterdessen bei Marcus Rashford aus, bei dem sich mehr und mehr das Aus für die EM 2020 abzeichnet.

Solskjaer plant noch mehrere Monate ohne Rashford

Der 22-jährige Angreifer von Manchester United musste am 15. Januar im Wiederholungsspiel der dritten Runde im FA Cup gegen die Wolverhampton Wanderers (1:0) nach einem Zweikampf verletzt ausgewechselt werden. Die anschließenden Untersuchungen ergaben einen doppelten Stressbruch im Rücken und eine prognostizierte Ausfallzeit von rund sechs Wochen.

Nun musste Trainer Ole Gunnar Solskjaer auf der Pressekonferenz vor dem Gastspiel in der Europa League bei Club Brügge einräumen, dass zeitnah nicht mit Rashfords Rückkehr zu rechnen ist. Vielmehr deutete Solskjaer sogar an, dass Rashford noch lange nicht zur Verfügung stehen wird. „Ich hatte gehofft, dass er sich schneller erholen würde, doch es braucht noch länger Zeit. Ich bin kein Mediziner, aber er wird definitiv noch ein paar Monate fehlen.“

Weiters meinte Solskjaer noch: „Wenn er nicht fit wird, dann wird er auch nicht zur EM fahren.“ Englands bereits feststehende Gegner in EM 2020 Gruppe D lauten Kroatien, Tschechien. Zudem stößt noch der Sieger aus Nations League Playoff C hinzu.

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Drei Tore in den letzten drei EM-Qualifikationsspielen

Nach diesen Worten des norwegischen Fußball-Lehrers sieht es nach dem vorzeitigen Saisonende für den mit 14 Treffern besten Torschützen von Man United in der laufenden Spielzeit der Premier League aus. Ob Rashford bis zur im Juni beginnenden Europameisterschaft nicht nur voll belastbar ist, sondern auch seine alte Form wiederfindet, ist ebenfalls mit einem Fragezeichen zu versehen.

Zwar verfügen die Three Lions auf dem linken Flügel, den Rashford in den letzten drei Spielen der EM-Qualifikation im Herbst besetzte und dabei drei Tore erzielte, durchaus über starke Alternativen im England EM 2020 Kader, aber dennoch wäre es schmerzhaft, auf den ebenso schnellen wie schussgewaltigen Stürmer verzichten zu müssen.

Für Rashford, der schon mit 18 Jahren dem Kader für die EM 2016 angehörte und bei der WM 2018 in sechs voan sieben Spielen Englands auf dem Platz stand, wäre das EM-Aus natürlich richtig bitter. Allerdings bliebe dem Angreifer, der in 38 Länderspielen zehn Tore erzielt hat, mit Blick auf sein Alter die Hoffnung darauf, im Laufe seiner Karriere noch einige weitere Turniere spielen zu können.

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