Italien bestätigt mindestens 16.000 Zuschauer für Rom

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Auch weniger als zwei Monate vor dem Eröffnungsspiel der Europameisterschaft 2021 zwischen Italien und der Türkei ist unklar, in welchen Städten das Turnier ausgetragen wird.

Als sicher gilt derweil inzwischen, dass vor Zuschauern gespielt wird, verlangt die UEFA doch von den insgesamt zwölf vorgesehenen EM 2021 Spielorten die Garantie, dass Fans im Stadion dabei sein können.

Grünes Licht von der italienischen Regierung

Während es von den meisten Städten bereits entsprechend positive Signale gegeben hat, wackeln vor der wohl entscheidenden Sitzung der UEFA am Montag, 19. April, noch Dublin, Bilbao, Rom und München als Austragungsstätten. Zumindest in Rom zeichnet sich inzwischen aber ab, dass grünes Licht auch seitens der UEFA nur noch Formsache ist. Bereits zu Wochenbeginn hat die italienische Regierung zugestimmt, dass die vier im Stadio Olimpico geplanten Begegnungen vor Zuschauern stattfinden können.

Eine Auslastung von mindestens 25 Prozent, in absoluten Zahlen also rund 16.000 Fans, wurde seitens der Politik zugesichert. „Das ist eine wunderbare Nachricht, die ich sofort an die UEFA übermitteln werde“, nahm der Präsident des italienischen Fußball-Verbandes FIGC Gabriele Gravina die Kunde wenig überraschend sehr erfreut auf. Angedacht ist in Italien offenbar, nur gegen COVID-19 geimpfte Fans zuzulassen oder wahlweise die Vorlage eines negativen Corona-Test zu verlangen.

Sowohl im EM 2021 Eröffnungsspiel gegen die Türkei als auch in den weiteren Partien der EM Gruppe A gegen Wales und die Schweiz kann die Squadra Azzurra somit auf Unterstützung von den Rängen bauen. Darüber hinaus findet in Rom auch noch ein Viertelfinale statt.

Auch für dem EM 2021 Spielort München sind drei Gruppenspiele und ein EM-Viertelfinale geplant. Dabei darf inzwischen auch die deutsche Nationalmannschaft in den Partien gegen Frankreich, Portugal und Ungarn auf einen echten Heimvorteil hoffen.

Zwar will die bayerische Landesregierung der UEFA wohl keine Zuschauer-Garantie geben, aber offenbar wäre der Verband auch dazu bereit, eine Absichtserklärung zu akzeptieren, die eine zumindest zu 20 Prozent gefüllte Allianz Arena, die bei der EM 2021 als Stadion München fungieren würde, erlaubt. Mehr als diese 20 Prozent gelten nach den jüngsten Beratungen des Münchner Sportausschusses als wenig realistisch.

Joachim Herrmann für München zuversichtlich

Bayerns für den Sport zuständiger Innenminister Joachim Herrmann zeigte sich gegenüber dem “kicker“ einerseits als Befürworter von zumindest teilweise gefüllten Stadien: “Wenn wir zum Beispiel nur jeden siebten Platz besetzen würden, würden sich 10.000 Menschen dort versammeln, was stimmungsmäßig ein großer Gewinn gegenüber einem völlig leeren Stadion wäre. Es ist nicht mehr unvorstellbar, Zuschauer reinzulassen, die geimpft oder negativ getestet sind. Das werden bis zum Juni Millionen sein, also muss ich über eine Rückkehr von Zuschauern nachdenken dürfen.“

Andererseits betonte Herrmann aber auch die nachvollziehbare Haltung der Politik: „Es ist seriös von der Landeshauptstadt München, dass sie der UEFA nichts versprechen kann, weil es einfach von der Infektionssituation im Juni abhängt, was erlaubt sein wird und was nicht. Versprechen können wir nichts.“

Weil die UEFA dem Vernehmen nach großes Interesse daran hat, dass in München gespielt werden kann, ist man beim DFB derweil optimistisch, dass es bei der bayerischen Landeshauptstadt als EM-Spielstätte bleiben wird. Klarheit gibt es aber voraussichtlich erst nächste Woche.

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