Hoeneß beendet Engagement als TV-Experte für RTL

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Mit Siegen gegen Island (3:0) und in Rumänien (1:0) hat die deutsche Nationalmannschaft zunächst einen guten Start in die WM-Quali Deutschland hingelegt, um dann im dritten Spiel gegen Nordmazedonien völlig überraschend mit 1:2 zu verlieren. Begleitet wurden die drei Begegnungen von Uli Hoeneß als Experte der WM Quali 2022 TV Übertragung von RTL, der sich damit aber wohl schon wieder aus dieser Funktion verabschiedet.

“Die Zusammenarbeit war von vorneherein nur für die drei Märzspiele vereinbart. Sie hat uns und Herrn Hoeneß sehr viel Spaß gemacht und wir sind weiter in einem guten und regelmäßigen Austausch“, teilte eine Sprecherin des Privatsenders auf Nachfrage des SID mit und bestätigte damit zugleich die zuvor bereits medial verbreitete Nachricht, dass Hoeneß sein Engagement schon wieder beendet.

RTL auch Nachfolger-Suche

RTL hat dem Vernehmen nach bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen, der schon bei den EM-Testspielen im Juni im Vorfeld der Europameisterschaft 2021 gegen Dänemark (2.6.) und Lettland (7.6.) seine Expertise abgeben soll.

Der Hoeneß-Nachfolger ist darüber hinaus vor allem auch für die sieben noch ausstehenden Partien in der WM Quali 2022 eingeplant, die ab September angesetzt sind. Die Vermutung, dass sich RTL wieder nach einem namhaften Experten umsieht, der auch als eine Art Zugpferd fungieren soll, liegt dabei nahe, nachdem vor Hoeneß schon Jürgen Klinsmann und Jens Lehmann in dieser Rolle auftraten.

Causa Boateng als Rückzugs-Grund?

Hoeneß, der die Gage für seine drei Einsätze bei RTL wohltätigen Zwecken gespendet hat, soll sich dem Vernehmen nach vor allem auch wegen seiner aufsehenerregenden Äußerungen in der Personalie Jerome Boateng zum Rückzug von der TV-Bühne entschieden haben. Der 69-Jährige hatte nach der Niederlage gegen Nordmazedonien im Gespräch mit Moderator Florian König erklärt, dass er den von Bundestrainer Joachim Löw im März 2019 ausgebooteten Boateng nicht in den Deutschland EM 2020 Kader zurückholen würde.

Diese Aussage wurde vor allem auch deshalb vieldiskutiert, weil zu diesem Zeitpunkt die Zukunft von Boateng beim FC Bayern München noch nicht geklärt war, Bayern-Coach Hans-Dieter Flick aber im Gegensatz zu Sportvorstand Hasan Salihamidzic, dem wiederum eine Nähe zu Hoeneß nachgesagt wird, gerne noch länger mit dem 32-jährigen Innenverteidiger zusammengearbeitet hätte.

Hoeneß‘ Aussagen wurden deshalb auch vereinspolitisch dahingehend gewertet, dass Salihamidzic der Rücken gestärkt werden sollte. Derlei öffentliche Kontroversen auf dem Rücken des FC Bayern München auszutragen und öffentlich Unruhe zuungunsten des Rekordmeisters zu erzeugen, entspricht indes nicht der Philosophie von Hoeneß, der das Wohl und Wehe “seines“ Vereins stets über alles andere gestellt hat.

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