DFB-Nationalspieler Koch und Waldschmidt vor dem nächsten Schritt?

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Zehn deutsche Nationalspieler hat der SC Freiburg in seiner Geschichte bislang hervorgebracht. Während Jens Todt, Jörg Heinrich, Sebastian Kehl, Matthias Ginter, Oliver Sorg und Max Kruse den Verein längst verlassen oder sogar bereits ihre Karrieren beendet haben, stehen mit Christian Günter, Nils Petersen, Robin Koch und Luca Waldschmidt derzeit vier Akteure mit Länderspielerfahrung im Kader von Trainer Christian Streich.

Beim 31 Jahre alten Petersen, der kurz vor und nach der Weltmeisterschaft 2018 in zwei Testspielen ran durfte, wird mutmaßlich kein weiteres Länderspiel im Deutschland-Trikot mehr hinzukommen. Auch bei Günter ist eine weitere Nominierung nach einem Einsatz in einer mit Reservisten und Debütanten gespickten Mannschaft anno 2014 gegen Polen (0:0) trotz einer starken Saison und seiner erst 27 Jahre eher unwahrscheinlich.

Koch sagt Benfica Lissabon ab

Dagegen sind Defensiv-Allrounder Koch und Angreifer Waldschmidt, beide 24 Jahre alt, heiße Kandidaten für einen Platz im Aufgebot für die UEFA Europameisterschaft 2021 – sofern sich beide in der anstehenden Saison abermals für höhere Aufgaben empfehlen können, gegebenenfalls auch gleich in den ersten Länderspielen seit November 2019, in denen Deutschland zum Auftakt der Nationenliga 2020/21 auf Spanien (3. September) und die Schweiz (6. September) trifft.

Mit einer Berufung in den DFB-Kader durch Bundestrainer Joachim Löw können die Freiburger rechnen. Allerdings ist momentan nicht sicher, dass beide noch von Freiburg aus zum DFB-Treffpunkt reisen werden. Denn sowohl um Waldschmidt als auch um Koch ranken sich seit geraumer Zeit Wechselspekulationen.

 

Insbesondere bei Koch stehen die Zeichen auch recht eindeutig auf Abschied. Der Innenverteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld spielen kann, hat dem Vernehmen nach eine Verlängerung seines 2021 auslaufenden Vertrages abgelehnt, womit Freiburg nur noch in diesem Sommer eine stattliche Ablöse kassieren könnte. Koch hat zwar nun laut “Kicker“ dem portugiesischen Traditionsklub Benfica Lissabon eine Absage erteilt, aber noch einige weitere Alternativen.

Unter anderem sollen der AC Mailand und Tottenham Hotspur ihre Fühler nach dem bislang zweifachen A-Nationalspieler ausgestreckt haben. Darüber hinaus gilt aber auch ein Wechsel innerhalb der Bundesliga als möglich. Ob RB Leipzig, das im Winter mit einer konkreten Offerte auf Ablehnung beim Sport-Club gestoßen war, einen erneuten Anlauf unternimmt, ist aber eher fraglich.

Waldschmidt noch bis 2022 gebunden

Etwas anders ist die Lage bei Waldschmidt, dessen Vertrag noch bis 2022 datiert ist und für den Freiburg folglich auch in einem Jahr noch eine millionenschwere Ablöse kassieren könnte. Der Angreifer steht auch bei Benfica Lissabon auf der Wunschliste und dürfte überdies bei weiteren Klubs Begehrlichkeiten geweckt haben.

Nach einer auch verletzungsbedingt nicht optimal gelaufenen Saison gilt indes ein Verbleib Waldschmidts in Freiburg als gut möglich, könnte sich der technisch beschlagene Offensivmann so doch in gewohntem Umfeld und mehrfach vor den Augen von Bundestrainer Löw, der gerne im wohnortnahen Freiburger Stadion zu Gast ist, für die Nationalmannschaft empfehlen. Letztlich hängt Waldschmidts Zukunft aber wohl auch davon ab, welche Optionen sich bieten. Passt es für alle Beteiligten, ist auch ein Wechsel denkbar.

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