Gruppe G der Frauen-WM 2023

Es gab eine Zeit, in der Schweden unangefochten zu den allerbesten Frauen-Teams der Welt gehörte. Nur die USA und Deutschland schienen auf einem ähnlichen Level zu sein. Letzthin war davon jedoch nicht mehr viel zu sehen. Bei der Frauen-EM 2022 in England führte der Weg zwar bis ins Halbfinale, aber hier machten die Gastgeberinnen keine Gefangenen und siegten mit 4:0. Bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2023 soll sich dies nicht wiederholen. Dafür müssen die Schwedinnen allerdings erst einmal die Gruppe G meistern und in die KO-Runde vorstoßen.

Hier geht es gegen namhafte Konkurrenz. Italien und Argentinien sind unter den Gegnerinnen. Hinzu kommt Südafrika, das allerdings mit dem klaren Außenseiterstatus behaftet sein dürfte. Wir schauen uns für dich die Gruppe G der Frauen-WM 2023 in Neuseeland und Australien im Detail an, werfen einen Blick auf jede Frauen-WM Mannschaft und wagen anschließend eine Prognose, wer sich hier durchsetzen könnte.

Gruppe G Frauen-WM 2023 – Tabelle

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Spielplan von Frauen-WM 2023 Gruppe G

Spielplan von Gruppe G

23.07.2023 – 07:00
Wellington, Gruppe G
Schweden-:-Südafrika
Schweden vs Südafrika
24.07.2023 – 08:00
Auckland, Gruppe G
Italien-:-Argentinien
Italien vs Argentinien
28.07.2023 – 02:00
Dunedin, Gruppe G
Argentinien-:-Südafrika
Argentinien vs Südafrika
29.07.2023 – 09:30
Wellington, Gruppe G
Schweden-:-Italien
Schweden vs Italien
02.08.2023 – 09:00
Hamilton, Gruppe G
Argentinien-:-Schweden
Argentinien vs Schweden
02.08.2023 – 09:00
Wellington, Gruppe G
Südafrika-:-Italien
Südafrika vs Italien

Die Gruppe G der Frauen-WM 2023 im Fokus

Die Gruppe G spielt komplett in Neuseeland. Gepaart ist sie mit Frauen-WM 2023 Gruppe E. Dies bedeutet, dass im Achtelfinale die Siegerinnen der Gruppe G gegen die Zweitplatzierten aus der entsprechenden Staffel antreten – und umgekehrt. Sollte sich Schweden durchsetzen, wird es in jedem Fall die Stunde der Wahrheit. In der Gruppe E spielen schließlich die amtierenden Weltmeisterinnen und Vize-Weltmeisterinnen in Gestalt der USA und der Niederlande.

Schweden: Endlich wieder ganz oben?

Der Kader der Schwedinnen ist ohne Frage sehr stark. Im Sturm gibt es mit Lina Hurtig, Stina Blackstenius und natürlich Sofia Jakobsson fast schon ein Überangebot an ausgezeichneten Stürmerinnen. In der Abwehr ist die Situation mit Spielerinnen wie Linda Sembrandt, Amanda Ilestedt und Magdalena Eriksson ähnlich. Im Mittelfeld weiß das Team in Person von Hanna Bennison zudem ein Super-Talent in den eigenen Reihen.

Die EM 2022 war abgesehen von der Trachtprügel gegen England im Halbfinale zudem nicht schlecht. In der Gruppenphase trotzte man den Niederlanden ein 1:1 ab und gewann die weiteren Spiele. Im Rahmen eines Freundschaftsspiels konnte man zudem Frankreich mit 3:0 bezwingen. Allerdings gab es auch ein schmerzhaftes 0:4 gegen Australien.

Italien: Setzt sich der Trend fort?

Italien ist ein Team, das zuletzt die hohen Erwartungen immer wieder enttäuschte. Der Trend zeigte deutlich in die falsche Richtung. Dies soll sich bei der WM 2023 endlich wieder ändern. Die Hoffnungen ruhen dabei im Tor auf Laura Guiliani, in der Abwehr auf dem AS Rom-Duo Elisa Bartoli sowie Elena Linari, im Mittelfeld insbesondere auf Manuela Giugliano sowie Aurora Galli und im Angriff auf den beiden Stürmerinnen Cristiana Girelli sowie Barbara Bonansea vom FC Juventus.

Bei der letzten EM konnte Italien nur einen Punkt gegen Island holen. Pleiten gab es gegen Frankreich und Blegien. In Freundschaftsspielen musste man sich Mannschaften wie Brasilien, Österreich und Nordirland geschlagen geben. Immerhin gab es einen Sieg gegen Norwegen.

Südafrika: die Außenseiterinnen

Die interessanteste Spielerin Südafrikas ist im Mittelfeld heimisch und trägt den Namen Sibulele Holweni. Sie wird bei der WM erst 22 Jahre alt sein, ist aber schon jetzt die erfolgsreichste Torschützin des Teams. Zum Vergleich: Sie hat die neun Jahre ältere Refiloe Jane überholt, die mehr als fünf Mal so viele Länderspiele wie sie selbst hat. Letztere ist die einzige Konstante im südafrikanischen Kader. Ansonsten kamen eine Vielzahl unterschiedlicher Spielerinnen zum Einsatz.

2022 war ein durchaus erfolgreiches Jahr für Südafrika. Das Team gewann den Afrika Cup. Drei Testspiele gegen Brasilien (2x) und gegen Australien waren allerdings ernüchternd. Südafrika verlor alle Partien, kassierte 13 Gegentore und traf selbst nur einmal.

Argentinien: die himmelblauen Frauen wollen sich einen Namen machen

Argentinien hat mit einem Problem zu kämpfen, das einigen Damen-Teams schmerzlich vertraut ist. Da die eigene Männer-Mannschaft extrem erfolgreich ist, erben sie die Erwartungshaltung, die dem Herren-Team entgegengebracht wird. Argentinien konnte dieser bislang aber noch nicht gerecht werden. Damit sich dies bei der WM ändert, müssen die Leistungsträgerinnen des Teams in Top-Form sein.

Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere Angreiferin Flor Bonsegundo (CFF Madrid). Ihre Vereinskollegin Aldana Cometti ist die Hoffnungsträgerin in der Abwehr. Argentinien konnte 2022 bei der Copa America immerhin Platz 3 erreichen, aber verlor beispielsweise in der Vorrunde mit 0:4 gegen Brasilien. Im Halbfinale schied man gegen Kolumbien aus. Testspiele gegen Kanada (0:2) und gegen Spanien (0:7) wurden teilweise zum Debakel.

Prognose für die Gruppe G der Frauen-Weltmeisterschaft 2023

Schweden sollte sich normalerweise in dieser Gruppe problemlos durchsetzen können und den ersten Platz erobern. Dahinter wird es allerdings richtig spannend. Alle drei Mannschaften haben das Potenzial ein ausreichend gutes Turnier zu spielen, um sich Platz 2 zu sichern und ins Frauen-WM Achtelfinale 2023 einzuziehen. Rein von der tatsächlichen Kaderstärke her ist Italien wohl als leicht favorisiert zu bezeichnen.

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