Sneijder bekommt Abschiedsspiel

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Nachdem Wesley Sneijder im März 2018 seinen Rücktritt aus der niederländischen Nationalmannschaft erklärt hatte, wird der 33-Jährige noch ein letztes Mal im Oranje-Trikot auflaufen. Denn der niederländische Fußballverband KNVB erfüllt Hollands Rekordnationalspieler seinen Wunsch und schenkt dem ehemaligen Kapitän ein Abschiedsspiel.

Der Mittelfeldregisseur, der aktuell in Katar bei Al Gharafa unter Vertrag steht, wird am 6. September beim internationalen Freundschaftsspiel gegen WM-Teilnehmer Peru in Amsterdam zum 134. und letzten Mal für die Niederlande auflaufen.

Sneijder selbst zeigt sich über sein Abschiedsgeschenk hoch erfreut: „Ich bin überglücklich. Das ist ein Abschied, wie ich ihn mir erträumt habe: in einem Länderspiel“.

Größter Erfolg: Vize-Weltmeister

Fast exakt 15 Jahre lang war Wesley Sneijder fixer Bestandteil der niederländischen Nationalmannschaft. Sein Debüt für Oranje feierte der 33-Jährige am 30. April 2003 gegen Portugal. Bei der WM 2010 in Südafrika feierte der Mittelfeldspieler seinen größten Erfolg, als er mit der Niederlande den zweiten Platz erreichte (1:0 Niederlage gegen Spanien in der Verlängerung).

Vier Jahre später holten Sneijder & Co. bei der WM 2014 in Brasilien den dritten Platz. Danach folgte mit der verpassten EM-Qualifikation 2016 eine herbe Enttäuschung.

Nachdem sich die Niederlande nun auch nicht für die anstehende Fußball Weltmeisterschaft 2018 qualifizieren konnte, hatte nicht nur Sneijder, sondern zuvor auch schon Bayern Münchens Routinier Arjen Robben seine Teamkarriere beendet.

In der aktuellen Fußball-Weltrangliste liegt die Niederlande derzeit nur auf dem 19. Platz. Das Testspiel gegen Peru stellt nicht nur Sneijders Abschiedsspiel da, sondern soll die holländische Nationalmannschaft rund um Coach Ronald Koeman auch auf die im September startende Nations League vorbereiten.

Länderspieljahr 2018 komplett: Deutschland im September gegen Peru

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Aktuell richtet sich der Fokus zumindest bei den 32 WM-Mannschaften, die sich für die Endrunde in Russland qualifizieren konnten, ganz auf das Turnier im Sommer.

Doch nach dem WM-Finale am 15. Juli im Luschniki-Stadion in Moskau geht es lediglich sechs Wochen später schon mit der neuen UEFA Nations League weiter, deren erste Spieltage für den Zeitraum vom 6. bis zum 11. September angesetzt sind.

Dann steht für die deutsche Nationalmannschaft am 6. September um 20.45 Uhr in der Münchner Allianz Arena der Klassiker gegen Frankreich auf dem Programm. Während Frankreich drei Tage später in St. Denis auf die Niederlande trifft, hat Deutschland spielfrei.

Diesen freien Länderspieltermin nutzt der DFB aber nun zu einem Testspiel gegen Peru, wie auf eine Sitzung des Präsidiums am Freitag beschlossen wurde.

Am 9. September erwartet die Auswahl des DFBs die ebenfalls für die WM 2018 qualifizierte Mannschaft Perus in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena, in der ansonsten die TSG 1899 Hoffenheim ihre Heimspiele austrägt (hier mehr zum WM 2018 Kader Peru).

Die Vergabe der Partie in das relativ kleine Stadion, das bei internationalen Spielen nur 25.641 Zuschauern Platz bietet, dürfte auch eine Reaktion darauf sein, dass in jüngerer Vergangenheit bei Länderspielen die Stadien oft bei weitem nicht ausverkauft waren. 

Dreimal Nations League und ein Test im Oktober und November

Einen Monat nach den beiden ersten Spielen der Saison 2018/19 muss Deutschland im Rahmen der Nations League gleich zweimal auswärts ran. Am 13. Oktober gastiert die deutsche Mannschaft, die nach jetzigem Stand auch nach der WM weiter von Joachim Löw trainiert wird, zunächst in den Niederlanden und drei Tage später dann in Frankreich.

Weiter geht es dann am 15. November mit dem letzten Testspiel des Jahres 2018, das in Leipzig angesetzt ist. Gegner ist dann WM-Gastgeber Russland.

Zum letzten Mal gefordert ist die deutsche Mannschaft schließlich am 19. November, wenn die Vorrunde der Nations League in Gelsenkirchen mit dem Spiel gegen die Niederlande endet.

Vergabe der EM 2024 im Fokus

Nach der WM 2018 geht es für den DFB, der bei der Endrunde zu den großen WM-Favoriten zählt, indes nicht nur sportlich weiter, sondern auch sportpolitisch herrscht Hochspannung.

Wenn die UEFA am 24. September den Ausrichter der Europameisterschaft 2024 verkünden wird, hofft man in Deutschland auf den Zuschlag.

Um im Duell mit dem einzigen Konkurrenten, der Türkei, noch bessere Karten als ohnehin schon zu haben, hofft DFB-Präsident Reinhard Grindel auf eine gute Atmosphäre rund um die beiden Heimspiele im September gegen Frankreich und Peru: „Natürlich wollen wir in diesen beiden Heimspielen vor der Vergabe der EURO 2024 noch einmal eine gute Visitenkarte abgeben und der UEFA zeigen, wie fußballbegeistert, gastfreundlich und weltoffen wir sind.“

Deutschland zum Auftakt der Nations League in München

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In weniger als 100 Tagen fällt in Russland der Startschuss zur Fußball WM 2018, bei der die deutsche Nationalmannschaft ihren vor vier Jahren in Brasilien errungenen Titel verteidigen will.

Für Spannung ist freilich schon im Vorfeld gesorgt, wenn Bundestrainer Joachim Löw seinen DFB-WM Kader aus 23 Spielern benennen und damit eine Vielzahl von Akteuren, die sich jetzt noch Hoffnungen machen, enttäuschen muss.

In den letzten Testspielen vor der für 14. Mai angekündigten Nominierung eines vorläufigen Kaders von noch etwas mehr als 23 Akteuren geht es Ende des Monats natürlich auch um die Plätze im WM-Aufgebot.

In den hochkarätigen WM-Vorbereitungsspielen am 23. März in Düsseldorf gegen Spanien und vier Tage später in Berlin gegen Brasilien sowie in den Trainingseinheiten rund um diese beiden Begegnungen gilt es für die nominierten Spieler, beim Bundestrainer Überzeugungsarbeit zu leisten.

Nations League startet im September

In den Planungen des DFBs stehen natürlich die kommenden Wochen und Monate mit der WM als Highlight klar im Vordergrund, doch auch danach stehen bis zum Ende des Jahres die meisten Termine nun fest.

So geht es in der neuen Saison am 6. September direkt mit einem Pflichtspiel los. Dann trifft die Auswahl des DFB im Rahmen des ersten Spieltages der neuen UEFA Nations League auf Frankreich.

Wie der DFB nun bekannt gab, findet die Partie gegen die Equipe Tricolore in der Allianz Arena in München statt. In den Tagen nach dieser Begegnung ist ein weiterer Test angedacht, doch dafür fehlen noch Gegner und Spielort.

Im Oktober stehen die beiden Auswärtsspiele in der Nations League statt. In welchen Stadien am 13. Oktober in den Niederlanden und am 16. Oktober in Frankreich gespielt wird, haben die beiden Verbände aber noch nicht festgelegt. Anders der DFB, der mit der Veltins-Arena in Gelsenkirchen auch schon den Austragungsort für das Nations-League-Heimspiel am 19. November gegen die Niederlande benannt hat.

EM 2024 im Fokus

Die Festlegung der Spielorte der kommenden Länderspiele war indes nicht der einzige Tagesordnungspunkt eine Präsidiumssitzung des DFB. Vielmehr unterstrich DFB-Präsident Reinhard Grindel im Anschluss daran gegenüber dem “Kicker“ auch den großen Wunsch, die EM 2024 nach Deutschland zu holen und insbesondere die Partie am 6. September zu Werbung in eigener Sache nutzen zu wollen.

Direkt im Anschluss an die WM ist unser großes Ziel, Ende September den Zuschlag für die Ausrichtung der EURO 2024 zu bekommen. Das Heimspiel in München ist für uns Gelegenheit noch einmal zu unterstreichen, wie gerne Deutschland als fußballbegeistertes und weltoffenes Land wieder Gastgeber eines internationalen Fußball-Festes wäre“, so Grindel mit Blick auf die Entscheidung über die EM-Vergabe am 28. September in Nyon.

Die deutschen Chancen werden aktuell sehr gut eingeschätzt, sich gegen den einzigen Mitbewerber, die Türkei, durchzusetzen und den Zuschlag zu erhalten.

Buffon gibt Kurzzeit-Comeback für Italien

Eigentlich hatte Torwart-Legende Gianluigi Buffon nach der verpassten Qualifikation für die FIFA WM 2018 seinen Rücktritt aus der italienischen Nationalmannschaft verkündet, nun hat sich der 40-jährige Torhüter von Rekordmeister Juventus Turin doch noch zu einem Comeback überzeugen lassen.

Allerdings wird es sich dabei nur um ein kurzzeitiges Comeback für zwei Spiele handeln. Dies entschied Buffon, nachdem Italiens Interimstrainer Luigi Di Biagio angekündigt hatte, ihn für die zwei internationalen Freundschaftsspiele im März gegen die WM-Teilnehmer Argentinien (23.3.) und England (27.3.) zurückholen zu wollen.

„Wenn dich die Nationalelf braucht, musst du bereit sein“

Gianluigi Buffon, der bisher 175 Länderspiele im Italien-Trikot absolviert hat und damit der Rekordspieler der Squadra Azzurra ist, erklärte nach dem Herantreten von Luigi Di Biago seine Bereitschaft:

Ich dachte eigentlich, ich würde ein paar Tage Urlaub machen, aber wenn die Nationalelf dich braucht, musst du bereit sein und sie nicht im Stich lassen. Das ist eine Form von Treue und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Italien„, so Buffon in der italienischen TV-Sendung „Tiki Taka“.

Zudem meint der routinierte Juve-Torwart: „Eine neue Nationalelf entsteht, und die ersten Länderspiele sind nicht gerade einfach. Einige erfahrene Spieler können anfangs nützlich sein.“

Über seine Zukunft will Buffon, der seit dem Jahr 2001 beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin unter Vertrag steht, erst im Sommer entscheiden: „Jetzt will ich mich lediglich auf das Saisonende konzentrieren. Ich werde im richtigen Moment in Einstimmung mit Juventus meine Entscheidung treffen„.

Neben Buffon sei übrigens auch der eigentlich ebenfalls bereits zurückgetretene Juve-Teamkollege Giorgio Chiellini zu einer kurzzeitigen Rückkehr bereit.

Blatter fordert Marokko als Ausrichter der WM 2026

Der ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter hat sich gestern via Twitter für eine Austragung der Fußball-WM 2026 in Marokko ausgesprochen.

Nachdem das nordafrikanische Land 2002 von der FIFA als Co-Gastgeber abgelehnt wurde, sei Marokko nun der logische Gastgeber. Zudem meint der 82-jährige Schweizer auf der sozialen Plattform, dass es wieder Zeit für Afrika sei.

WM-Vergabe am 13. Juni

Ob die Forderung von Sepp Blatter erfüllt wird, wissen bereits wir am 13. Juni. An diesem Tag wird die WM 2026, die erstmals in der Fußball-Geschichte mit 48 Teilnehmern stattfinden wird, vom FIFA-Kongress in Moskau vergeben. Als Favorit gilt jedoch die gemeinsame Bewerbung von Kanada, Mexiko und den USA.

Zum ersten Mal werden am 13. Juni alle 211 Mitgliedsländer des über den WM-Ausrichter abstimmen können. Bei der Abstimmung für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland sowie für die WM 2022 in Katar (beide Endrunden werden noch mit 32 Mannschaften durchgeführt) waren nur die 24 Mitglieder des ehemaligen Exekutivkomitees stimmberechtigt. Darunter war auch Sepp Blatter als FIFA-Chef zu finden.

Die WM in Russland läuft von 14. Juni bis 15. Juli und findet in 12 verschiedenen WM-Stadien statt.  Die 32 Mannschaften sind auf insgesamt 8 WM Gruppen zu je 4 Teams aufgeteilt.

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