Weltmeister Höwedes wechselt nach Moskau

Veröffentlicht am Kategorien Fussball International

Bei der WM 2014 in Brasilien war er noch ein gefeierter Star. Nun wechselt Benedikt Höwedes zum russischen Erstligisten Lokomotive Moskau. Bereits im vergangenen Jahr war der Defensiv-Spieler des FC Schalke 04 zu Juventus Turin verliehen, kam dort aber lediglich zu drei Einsätzen. Nun verlässt er Schalke definitiv und steht bis 2022 in Moskau unter Vertrag. Für die WM 2018 in Russland war Höwedes bereits kein Thema mehr.

Mit Spielpraxis zur Nations League?

Höwedes war im vergangenen Jahr mit einigen Verletzungen geplagt und konnte daher kein einziges Spiel im Deutschland Trikot absolvieren. Viele Experten vermuten, dass er sich in Russland wieder in den Fokus von Bundestrainer Joachim Löw spielen möchte. War Höwedes bei der WM 2014 und bei der EM 2016 noch als Linksverteidiger gesetzt, hat er diese Position inzwischen an Jonas Hector vom 1. FC Köln verloren. Für die im September beginnende Nations League könnte Höwedes nun wieder berücksichtigt werden. Allgemein ist bekannt, dass sich Bundestrainer Löw und der Abwehrspieler großes Vertrauen entgegen bringen.

5 Millionen Euro Ablöse

Mit Ausnahme des Gastspiels in Turin war Höwedes seit 2001 beim FC Schalke 04 und war auch lange Jahre Kapitän des Clubs. Nun verlässt er, für die Ablösesumme von 5 Millionen Euro, „seinen“ Verein zum ersten Mal endgültig und unterschrieb bis 2022. Das bedeutet, dass er auch noch zum Zeitpunkt der Europameisterschaft 2020 bei Lokomotive unter Vertrag stehen wird, sofern nichts außergewöhnliches passiert. Bis zum heutigen Tag hat Höwedes 44 Länderspiele für Deutschland absolviert und dabei zwei Tore erzielt. Wie seine Zukunft in der Nationalelf aussehen wird, ist bis dato aber unbekannt. Auch deshalb, da sich der DFB allgemein im Umbruch befindet.

Keine Rolle unter Tedesco

Seit Domenico Tedesco vor einem Jahr das Zepter beim FC Schalke übernommen hat, spielt Höwedes keine Rolle mehr. Nun beginnt ein neues Kapitel in der Fussballkarriere des 30-Jährigen. Inwieweit er sich noch einmal in den Fokus, auch auf internationaler Ebene spielen kann, bleibt abzuwarten.