Begehrter Sebastian Szymanski in Polens Nationalmannschaft weiter außen vor?

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Die ganz dicken Brocken, namentlich Italien und Portugal, sind der polnischen Nationalmannschaft und Sebastian Szymanski bei der Auslosung der Play-offs für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar erspart geblieben. Dennoch wird es für die Mannschaft von Trainer Paulo Sousa sicherlich nicht einfach, sich für das Turnier im November und Dezember kommenden Jahres zu qualifizieren.

Schon das WM 2022 Playoff Halbfinale hat es in sich, muss Polen doch in Russland ran. Sollten Robert Lewandowski und Co. dort am 24. März bestehen, fände das Endspiel um die WM-Teilnahme fünf Tage später vor heimischem Publikum gegen den Sieger des Duells Schweden gegen Tschechien statt.

Während Kapitän und Torjäger Lewandowski seinen Platz im Kader und auch in der Startelf natürlich sicher hat, geht es für einige andere Akteure in den kommenden Wochen und Monaten darum, Eigenwerbung zu betreiben, um überhaupt dabei zu sein. Das gilt auch für Sebastian Szymanski, der am 25. März beim 3:3 in Ungarn sein elftes und zugleich bislang letztes Länderspiel bestritten hat.

Bei der EM 2021 im Sommer fehlte der offensive Mittelfeldmann ebenso im Kader wie in allen folgenden Begegnungen. Dabei macht der 22-Jährige in der russischen Premier Liga im Trikot von Dinamo Moskau regelmäßig mit guten Leistungen auf sich aufmerksam.

Szymanski avanciert zum Top-Scorer

2019 für rund 5,5 Millionen Euro von Legia Warschau in die russische Hauptstadt gewechselt, liefen die ersten beiden Spielzeiten zwar eher durchwachsen, doch in der laufenden Saison scheint Szymanski der endgültige Durchbruch gelungen zu sein. An 16 der ersten 17 Spieltage stand der 1,74 Meter große Linksfuß in der Startelf von Trainer Sandro Schwarz und verpasste nur eine Partie aufgrund einer Gelbsperre.

Dass Szymanski beim deutschen Fußball-Lehrer, der seit seiner Ankunft im Oktober 2020 sicherlich großen Anteil an der positiven Entwicklung hat, große Wertschätzung genießt, überrascht nicht. Schließlich bringt es Szymanski in seinen 16 Saisoneinsätzen auf fünf Treffer und sechs Vorlagen, ist damit der interne Top-Scorer des aktuellen Tabellenzweiten der Premier Liga, der sich bei nur zwei Punkten Rückstand auf Zenit St. Petersburg auch Chancen auf die Meisterschaft ausrechnen darf.

Angebot aus der Premier League abgelehnt

Für Szymanski soll unterdessen laut Aussage des polnischen Sportjournalisten Mateusz Borek in der Sendung “Moc Futbolu“ ein namentlich nicht genannter Verein aus der Premier League ein Angebot über 20 Millionen Euro Ablöse abgegeben haben. Dinamo Moskau allerdings lehnte die Offerte ab, muss sich indes darauf einstellen, dass noch weitere Vereine Interesse am Spielmacher-Talent anmelden werden.

Unter anderem soll sich aktuell auch ein Top-Verein aus der deutschen Bundesliga mit Szymanski beschäftigen, der allerdings erst im vergangenen Sommer einen neuen und bis 2026 datierten Vertrag unterschrieben hat.

Dinamo sitzt somit klar am längeren Hebel und wird im Rennen um die Meisterschaft und die Champions-League-Qualifikation kaum ohne Not einen Schlüsselspieler abgeben. Ob Szymanski im März von Nationaltrainer Sousa wieder berücksichtigt wird, bleibt unterdessen abzuwarten.

Knüpft Szymanski an seine Leistungen in den letzten Monaten an, wäre ein Verzicht auf den Youngster aber schwer nachvollziehbar, zumal Kreativspieler im polnischen Kader nicht im Überfluss vorhanden sind. Auf kurz oder lang wird Szymanski seinen Platz in Polens Nationalteam bekommen, zumindest wenn man Richtung EM 2024 in Deutschland blickt.

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