WM 2014 Geheimfavoriten: Schweiz

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Die Schweiz gilt als Geheimtipp für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien
Wikimedia: Petar Marjanovic (CC BY-SA 2.5)

In den vergangenen Jahren haben sich in Europa zwei Nationalteams im Schatten der Großen enorm weiterentwickelt und in der Qualifikation zur Fußball Weltmeisterschaft 2014 mit extrem starken Leistungen aufgezeigt. Eines dieser beiden Teams ist die vom deutschen Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld betreute Mannschaft aus der Schweiz.

Schweiz: Road to Brazil als Gruppensieger der Qualifikation

Die Eidgenossen haben nach einer guten Heim-Europameisterschaft 2008 unter Trainer Köbi Kuhn mit Hitzfeld einen absolut starken Trainer verpflichtet und sich in den letzten 6 Jahren in der zweiten Reihe ganz nach oben gearbeitet. In der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 ist es den Schweizern gelungen, sich ungeschlagen und als Gruppensieger direkt für die WM in Brasilien zu qualifizieren und Teams wie Slowenien oder Norwegen hinter sich zu lassen.

Die Schweizer schafften die WM Quali 2014 souverän

Schweiz in Gruppe E der Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien

Als Belohnung für die grandiosen Leistungen der letzten Jahre gab es bei der Auslosung zur Endrunde in Brasilien die Setzung in Topf 1 (durch den 7. Rang in der FIFA Weltrangliste) und so überrascht es nur wenig, dass die „Nati“, wie das Team zuhause genannt wird, rund um Trainer Ottmar Hitzfeld in eine Gruppe gelost wurde, in der man auch als Mitfavorit für den Gruppensieg gilt. In WM 2014 Gruppe E, ja die Schweiz spielt wie in der Quali in der Gruppe mit demselben Buchstaben, warten mit Ecuador und Honduras zwei Teams, die man auf alle Fälle schlagen muss, wenn man seine Ansprüche auf ein WM-Achtelfinale eingestellt hat. Der dritte Gegner – Frankreich – ist da schon ein anderes Kaliber, jedoch muss man sich auch vor der Equipe Tricolore nicht mehr verstecken. Hier stehen als also alle Wege ins Achtelfinale offen, in dem man als Gruppensieger wahrscheinlich auf Bosnien-Herzegowina oder Nigeria treffen würde. Als zweitplatziertes Team würde man im Achtelfinale wohl auf das Team aus Argentinien treffen, welches auf ihrem Heimatkontinent ein starkes Turnier spielen wird.

In bislang 10 Teilnahmen bei WM-Endrunden konnte die Schweiz 1934, 1938 und 1954 jeweils das Viertelfinale des Turniers erreichen, jedoch seit dem nicht mehr an diese Zeiten anschließen. Unter der Rubrik Geschichte der Weltmeisterschaften findet ihr alle Turniere in Form von Nacherzählungen. Wenn die Eidgenossen ein wenig Glück haben und auf Grund der Ergebnisse der anderen Gruppen im Achtelfinale ein „machbares Los“ erhalten, dann könnte man dieses Ergebnis in Brasilien einstellen, sogar ein Halbfinale kann man den Schweizern durchaus zutrauen.

WM 2014 Kader der Schweiz wohl mit vielen Legionären

Xhaka ist einer der WM-Hoffnungsträger für die Schweiz
Wikimedia: Fanny Schertzer (CC BY 3.0)

Um dieses Ziel realistisch zu erreichen wird es aber notwendige sein, dass vor allem die Leistungsträger im Sommer auf den Punkt genau topfit sind und ihre Leistung abrufen können. Diese Leistungsträger spielen mittlerweile in allen großen Ligen in Europa und sind dort in ihren Teams auch absolute Leistungsträger. Allen voran sind hier Spieler wie Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin), Philippe Senderos (FC Fulham), Valon Behrami, Gökhan Inler (beide SSC Neapel), Xherdan Shaqiri (Bayern München), Ricardo Rodriguez (VfL Wolfsburg), Josip Drmic (1. FC Nürnberg) oder Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach) zu nennen. Vor allem der defensive Mittelfeldmann Xhaka (hier rechts im Bild) – über den sein Trainer Lucien Favre meint, dass er der beste Spieler auf seiner Position ist – könnte hier zum Schlüssel des Erfolgs avancieren.

Unter dem Strich bleibt mit der Schweiz aber ein Team, das im Konzert der Großen aus der zweiten Reihe heraus operieren wird, von hier aus aber alle Chancen hat, dem ein oder anderen Großen ein Bein zu stellen. In einem anderen Artikel, haben wir uns mit den Favoriten der WM 2014 näher beschäftigt. Die Schweiz wird sicher das Team sein, das man auf jeden Fall im Auge behalten muss.