André Silva noch vor der EM fix zu Eintracht Frankfurt?

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Noch in der Winterpause sehnten sich viele Anhänger von Eintracht Frankfurt nach Ante Rebic, dem Helden der vergangenen Jahre, der sich mit seinem Doppelpack im DFB-Pokal-Finale 2018 gegen den FC Bayern München (3:1) in Frankfurt unsterblich gemacht hat.

Zum einen, weil Rebic nach seiner Ausleihe zum AC Mailand zu diesem Zeitpunkt in der Serie A noch überhaupt nicht Fuß fassen konnte, zum anderen, weil der im Gegenzug von Milan ausgeliehene André Silva die Erwartungen nicht erfüllen konnte und sich mit seiner oft etwas locker wirkenden Spielweise nicht unbedingt so präsentierte, wie man es sich auf den Tribünen der Commerzbank-Arena erhoffte.

Eine Rückabwicklung des Tauschgeschäfts zwischen Rebic und Silva war für die Verantwortlichen beider Vereine und für die Spieler dem Vernehmen nach aber nie ein echtes Thema. Und heute ist man sowohl in Mailand mit dem inzwischen zum Stammspieler avancierten Rebic als auch in Frankfurt mit dem ebenfalls zu einen wichtigen Faktor gewordenen Silva sehr zufrieden.

Silva plötzlich die Nummer eins im Frankfurter Sturm

In den sieben Spielen nach der Winterpause verbuchte André Silva vier Tore und drei Vorlagen. Damit ist der 24-Jährige, der auch vom Ausfall von Bas Dost und der Formschwäche seines portugiesischen Landsmannes Goncalo Paciencia profitierte, inzwischen sogar zur Nummer eins im Frankfurter Angriff aufgestiegen. Nach Informationen der “Bild“ forciert die Eintracht nun sogar eine feste Verpflichtung des bislang nur bis Juni 2021 aus Mailand ausgeliehenen Stürmers.

Erste Gespräche darüber sollen mit Milan schon stattgefunden haben. Dabei dürfte der Zeitpunkt nicht ganz zufällig sein. Denn natürlich weiß man in Frankfurt, dass Silva seinen Platz im Portugal EM-Kader sicher hat und sich mit entsprechenden Leistungen bei der EURO 2020 im Sommer nicht nur für andere Vereine interessant machen, sondern auch seinen Marktwert steigern könnte.

Milan zu einem zeitnahen Verkauf bereit?

Zwar hat die Eintracht mit Rebic und dessen Formanstieg ebenfalls einen Trumpf in der Hand, aber weil die Hälfte einer Ablöse für den kroatischen Vize-Weltmeister an dessen Ex-Klub AC Florenz weitergereicht werden müsste, ist aktuell dennoch davon auszugehen, dass eine feste Verpflichtung Silvas bei einem gleichzeitigen Verkauf von Rebic zu einen finanziellen Minusgeschäft für die Eintracht wird.

Schließlich überwies Milan 2017 stattliche 38 Millionen Euro an den FC Porto, um sich die Dienste des in 34 Länderspielen im Portugal Trikot 15 Mal erfolgreichen Angreifers zu sichern. Und natürlich werden auch in Mailand die Leistungen Silvas registriert, die bei den Rossoneri die Hoffnung wecken, die damals getätigte Investition zumindest zu großen Teilen wieder hereinholen zu können.

Abzuwarten bleibt deshalb, ob Milan tatsächlich schon zur zeitnahen Abwicklung eines Silva-Transfers bereit ist. Gut möglich hingegen, dass die Italiener den Stürmer bewusst noch ins EM-Schaufenster stellen wollen.

Die portugiesische Nationalmannschaft bekommt es bei der Endrunde in EM 2020 Gruppe F mit Deutschland, Frankreich und dem Sieger aus Nations League Playoff A zu tun. Bei den EM Wettquoten hat der amtierende Europameister diesmal eher schlechte Karten auf die Titelverteidigung.

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