Titelverteidiger Portugal in EM-Quali bereits unter Druck

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Der Titelverteidiger gehört bei großen Turnieren gemeinhin automatisch zum Kreis der Favoriten (hier die EM 2020 Favoriten ansehen). Schon alleine wegen Cristiano Ronaldo, der auch mit seinen mittlerweile 34 Jahren noch immer absolute Weltklasse verkörpert, sollte man deshalb auch Portugal bei der Europameisterschaft 2020 auf dem Zettel haben.

Zunächst aber muss sich die portugiesische Auswahl erst einmal qualifizieren und das könnte nach den ersten beiden Spieltagen schwieriger werden als gedacht.

Denn obwohl Portugal zum Auftakt der EM-Qualifikation gleich zweimal zu Hause ran durfte, steht bisher noch kein Sieg zu Buche. Nach einem torlosen Unentschieden gegen die Ukraine gerieten die Spieler im Portugal Trikot gegen Serbien durch einen von Dusan Tadic verwandelten Elfmeter sogar in Rückstand, ehe Danilo Pereira zumindest noch ein 1:1 retten konnte.

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Nur Unentschieden gegen die Ukraine und Serbien

Im Juni spielt Portugal nun die Nations League Finalrunde und wird tatenlos zusehen müssen, wie die Gruppenkonkurrenten punkten, ehe es im September in der EM-Quali Gruppe B mit den Gastspielen in Serbien und Litauen weitergeht.

Vor allem in Serbien, aber auch am 14. Oktober in der Ukraine erwartet Portugal eine knifflige Aufgabe und es ist nicht ausgeschlossen, dass das Rennen um die ersten beiden Plätze bis zum letzten Spieltag und zum Rückspiel zwischen Serbien und der Ukraine, die als größte Rivalen Portugals gesehen werden, offen bleibt.

Gegen Litauen und Luxemburg, die freilich das Zünglein an der Waage werden könnten, sollten sich die drei Favoriten derweil keine Patzer erlauben.

Trainer Santos ließ nach den beiden Auftakt-Unentschieden schon durchblicken, mit einem Zittern bis zum Schluss zu rechnen: “Wir werden wohl einen Taschenrechner brauchen“, so der 64-Jährige, der nach dem Gewinn der EM 2016 aber nach wie vor völlig unumstritten ist.

Im Vertrauen auf die Stärke seiner Mannschaft kündigte Fernando Santos im “Kicker“ indes auch an, eine optimale Rest-Qualifikation spielen zu wollen: “Jetzt gewinnen wir eben die restlichen sechs Spiele.“

Ronaldo rechnet nicht mit einer langen Pause

Als Danilo Pereira gegen Serbien kurz vor der Pause zum 1:1 ausglich, stand Cristiano Ronaldo im Portugal Trikot schon nicht mehr auf dem Platz.

Der Superstar musste bereits nach einer halben Stunde aufgrund einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden, gab aber anschließend Entwarnung und kündigte an, seinem Arbeitgeber Juventus Turin in den Viertelfinal-Duellen der Champions League gegen Ajax Amsterdam wieder zur Verfügung stehen zu wollen.

Anders als im Trikot von Juventus, als der fünffache Weltfußballer zuletzt im Achtelfinale der Champions League Atletico Madrid (3:0) quasi im Alleingang erledigte, konnte Ronaldo bei seinem Comeback in der Nationalmannschaft keine Akzente setzen.

Und zumindest hinter vorgehaltener Hand wird darüber diskutiert, warum die Mannschaft im Herbst während Ronaldos Schaffenspause deutlich besser und spielfreudiger agierte als in den knapp eineinhalb Spielen mit dem Star.

Nichtsdestotrotz ist aber Ronaldo der große Hoffnungsträger für die verbleibenden Spiele der EM-Qualifikation – sollten die Portugiesen darin scheitern, bliebe als ein Gruppensieger der Nations League Liga A auch noch die Chance, sich über die EM-Playoffs 2020 zu qualifizieren.

Bei der Endrunde selbst, die ja über Europa verteilt ausgetragen wird, wird Titelverteidiger Portugal übrigens kein Gastgeber sein (hier alle EM 2020 Spielorte im Überblick).

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