Kniereizung: Ungarn im Quali-Endspurt ohne Willi Orban?

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Nach einer 0:3-Niederlage in Kroatien hat die ungarische Nationalmannschaft mit einem 1:0-Heimsieg über Aserbaidschan in der EM Quali 2020 im Oktober die Chance gewahrt, sich zum zweiten Mal in Folge für eine Europameisterschaft zu qualifizieren. Vor den beiden letzten Spieltagen der Qualifikation für die EURO 2020 belegen die Magyaren in EM Quali Gruppe E mit zwölf Punkten den zweiten Platz hinter Kroatien (14), der für das EM-Ticket reichen würde.

Allerdings stellt sich die Ausgangslage für Ungarn nicht so komfortabel dar, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. Denn mit der Slowakei (zehn Punkte) und Wales (acht) hat Ungarn noch zwei Verfolger im Nacken, die überdies ein Spiel weniger ausgetragen haben.

Während Ungarn am neunten Spieltag spielfrei hat, steht Wales vor einer Pflichtaufgabe in Aserbaidschan. Zudem kämpfen Kroatien, das wie Ungarn schon sieben Partien absolviert hat und damit am letzten Spieltag Zuschauer ist, und die Slowakei im direkten Duell um drei wichtige und mutmaßlich entscheidende Punkte.

Orban nach Kniereizung fraglich

Zum Abschluss der Qualifikation genießt dann die Slowakei Heimrecht gegen Aserbaidschan, während Ungarn womöglich im Rahmen eines echten Endspiels in Wales ran muss. Dort will der italienische Trainer Marco Rossi natürlich mit seiner besten Elf antreten, muss allerdings aktuell ausgerechnet um einen seiner Schlüsselspieler bangen.

Denn Willi Orban, der auch für Deutschland und Polen hätte spielen dürfen, sich aber im Herbst 2018 für Ungarn entschieden hat, droht aufgrund einer Knieverletzung auszufallen.

Der Innenverteidiger, der seit seinem Debüt im Oktober 2018 in Griechenland (0:1) elf von zwölf Länderspielen über die vollen 90 Minuten bestritten hat, erlitt am Mittwoch beim 6:1-Kantersieg von RB Leipzig im Rahmen der zweiten Runde des DFB-Pokals beim VfL Wolfsburg eine Kniereizung.

Leipzig rechnet mit zwei Wochen Pause

Einerseits sorgte die mittels einer MRT-Untersuchung gestellte Diagnose für Erleichterung auch beim ungarischen Verband, wurde zunächst doch eine schwerwiegendere Verletzung befürchtet. Andererseits könnte für Orban aber die Zeit bis zum finalen Qualifikationsspiel in Wales am 19. November knapp werden.

Von Vereinsseite ist eine Zwangspause von rund zwei Wochen angesetzt, doch ob die Blessur tatsächlich innerhalb dieses Zeitraums ausheilt, bleibt abzuwarten.

Am Samstag im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 sowie danach unter der Woche in der Champions League bei Zenit St. Petersburg muss bzw. musste Leipzig auf jeden Fall ohne den 26-Jährigen auskommen. Ein Einsatz danach im Auswärtsspiel am 9. November bei Hertha BSC gilt zwar nicht als ausgeschlossen, ist aber sehr fraglich.

Sollte es in Berlin nicht zum Comeback reichen, stünde wohl auch ein Fragezeichen hinter Orbans Mitwirken in Wales. Trainer Rossi dürfte den kopfballstarken Defensivmann, der in seinen zwölf Länderspielen schon bemerkenswerte drei Tore erzielt hat, aber in jedem Fall ins Aufgebot berufen und bis zuletzt nichts unversucht lassen, um Orban in Wales dabei zu haben.

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