Ilkay Gündogan bei Man City in Top-Form

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Mit drei Toren in den letzten vier Ligaspielen, darunter das sehenswerte 1:0, das die Skyblues am vergangenen Wochenende im Top-Spiel beim FC Chelsea (3:1) auf die Siegerstraße brachte, hatte Ilkay Gündogan seinen Anteil daran, dass Manchester City der Tabellenspitze der Premier League wieder deutlich näher gekommen ist.

Zwar liegt die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola nur auf einem auf den ersten Blick enttäuschenden fünften Platz, doch bis zu Spitzenreiter FC Liverpool sind es nur vier Punkte – und Man City hat zwei Spiele weniger ausgetragen als der Titelverteidiger.

Auch Coach Guardiola ist die Entwicklung von Gündogan nicht nur zum absoluten Schlüsselspieler, sondern auch zum Torjäger nicht entgangen. “Es ist unglaublich, wie gut er ist. Er ist außergewöhnlich, eine der besten Verpflichtungen der Klubgeschichte“, zitiert der SID den Katalanen, während sich der so Gelobte selbst gewohnt zurückhaltend äußert: “Im Moment läuft es ganz gut für mich, aber ich definiere mich nicht über die Tore.“

Keine Achter-Position im DFB-Team

Einen Gündogan in der aktuellen Form könnte natürlich auch Bundestrainer Joachim Löw bei der EM 2021 im Sommer gut gebrauchen. Doch der jüngste Auftritt des 30-Jährigen im DFB-Trikot war das 0:6-Debakel im November in Spanien, das in Deutschland weitreichende Diskussionen hervorgerufen hat.

Für Gündogan kein Problem, sondern vielmehr ein Ansporn mit Blick auf die nächsten Länderspiele im März, wenn es für Deutschland in der WM 2022 Quali losgeht, und natürlich die EURO: “Mit dieser Kritik müssen wir jetzt umgehen und es im März nicht nur ein bisschen, sondern viel besser machen.“

Außer Frage steht es für den ehemaligen Dortmunder, bei der EM “natürlich einen Stammplatz anzustreben“ und das unabhängig vom System. Dass es in der Nationalmannschaft Gündogans im 4-3-3 von Man City praktizierte Achter-Position mit einem tiefen Sechser als Absicherung in der Regel nicht gibt, ist für den Edeltechniker nicht von Belang.

Große Konkurrenz im Mittelfeldzentrum

Die in Spanien serienweise ausgehebelte Doppelsechs mit Toni Kroos, der seine Stärken ebenfalls mit und weniger in der Arbeit gegen den Ball hat, wird für die EM-Endrunde mutmaßlich eher nicht die erste Alternative darstellen. Denn an Joshua Kimmich, der beim Debakel von Sevilla verletzt fehlte, führt im Mittelfeldzentrum kein Weg vorbei.

Weil auch Kroos bislang als gesetzt galt, bleibt für Gündogan in der bisherigen Grundordnung der Nationalelf wohl nur die Position vor den beiden Sechsern, wobei es dort mit Leon Goretzka und Kai Havertz, gegebenenfalls auch Marco Reus und Julian Draxler, jede Menge Konkurrenz im Deutschland EM 2021 Kader gibt.

Eine Variante könnte es für Bundestrainer Löw aber auch sein, das 4-3-3 von Man City zu kopieren. Vor einem Sechser könnte Gündogan dann ebenso wie Goretzka in seiner Paradeposition als Achter agieren. Auch Kimmich wäre in dieser Rolle vorstellbar, wäre aber vermutlich auch ein Kandidat für die Sechser-Position, die für Kroos dagegen ebenso nicht optimal wäre wie die Acht.

Deutschland trifft in EM Gruppe F 2021 auf Weltmeister Frankreich, den amtierenden Europameister Portugal und Ungarn. Bei den EM-Wetten zählt das deutsche Nationalteam zum erweiterten Favoritenkreis.

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