Schweiz bei der EM 2021 ohne Stephan Lichtsteiner?

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Nach mehrwöchiger Arbeitslosigkeit im Anschluss an sein Vertragsende beim FC Arsenal unterschrieb Stephan Lichtsteiner im August 2019 einen Einjahresvertrag beim FC Augsburg. Verbunden damit war der Plan, nach dieser einen Saison in der Bundesliga eine ebenso lange wie erfolgreiche Karriere mit der Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 zu beenden. Die Corona-Krise hat Lichtsteiners Überlegungen nun aber über den Haufen geworfen, wurde die EURO von der UEFA doch um ein Jahr auf den Sommer 2021 verschoben.

Ob Lichtsteiner, der während der EM-Endrunde 2021 bereits 37 Jahre alt wäre, mit der Nationalmannschaft der Schweiz in der längst ausgelosten EM 2021 Gruppe A gegen Italien, Wales und die Türkei antreten wird, ist im Moment fraglich. Zwar hat sich der Rechtsverteidiger im Herbst zurück in die Stammelf der Schweizer Nationalmannschaft gekämpft, doch ob Lichtsteiner seine Laufbahn um ein weiteres Jahr verlängern wird, ist derzeit nicht absehbar. Insbesondere, ob Lichtsteiner auch kommende Saison noch für den FC Augsburg spielen wird.

Angesichts der Corona-Krise und ausbleibender Einnahmen hat der FCA wie nahezu alle Klubs seine Planungen erst einmal auf Eis gelegt und dementsprechend auch mit Lichtsteiner noch nicht über eine Verlängerung gesprochen.

Dass der einst lange Jahre in der italienischen Serie A für Lazio Rom und Juventus Turin aktive Routinier in der Bundesliga (17 Einsätze) bislang nur selten überzeugen konnte, aber sicherlich nicht zu den Geringverdienern zählt, lässt Augsburger Bestrebungen um eine Ausdehnung des Arbeitsverhältnisses erst einmal ungewiss erscheinen.

Entscheidung erst nach der Saison

Lichtsteiner selbst macht sich aktuell aber keine großen Gedanken um seine persönliche Zukunft. „Im Moment ist das sehr weit weg. Die Krise steht im Vordergrund, es muss erst einmal weitergehen. Es wäre sehr wichtig, dass die Saison zu Ende gespielt wird“, machte der 108-fache Nationalspieler im Schweiz Trikot gegenüber dem Schweizer Sender SRF deutlich, worauf aktuell die Prioritäten liegen müssen.

Erst nach Abschluss der Saison 2019/20 will sich Lichtsteiner konkret damit befassen, wie und ob es nach einer mutmaßlich in diesem Jahr deutlich verkürzten Sommerpause weitergehen kann. Dafür will sich der erfahrene Außenverteidiger sowohl mit seiner Familie als auch mit Nationaltrainer  Vladimir Petkovic besprechen – mit einem derzeit völlig offenen Ende.

Bislang bei zwei Welt- und bei zwei Europameisterschaften dabei

Für Lichtsteiner, der sieben Mal italienischer Meister und fünf Mal italienischer Pokalsieger wurde, wäre die Europameisterschaft im nächsten Jahr die fünfte Teilnahme an einem großen Turnier. Bei den Europameisterschaften 2008 und 2016 war Lichtsteiner ebenso dabei wie bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2018.

Eine weitere EM-Endrunde würde die Karriere des Schweizer Fußballer des Jahres 2015 auf jeden Fall abrunden.

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