Ungarn-Kapitän Szalai ohne Spielpraxis zur EURO?

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Als Ungarns EM Star Dominik Szoboszlai sein Team im Finale der EM-Playoffs am 12. November gegen Island mit dem entscheidenden 2:1 in der zweiten Minute der Nachspielzeit zur EURO 2021 schoss, stand Adam Szalai schon nicht mehr auf dem Feld.

Der Angreifer, zugleich Kapitän der Auswahl der Magyaren, wurde nach 84 Minuten gegen Norbert Könyves ausgewechselt, mit dem Trainer Marco Rossi für die Schlussphase und wohl auch schon für eine zu diesem Zeitpunkt wahrscheinliche Verlängerung noch einmal einen neuen Offensivimpuls setzen wollte.

An der Seitenlinie war der Jubel bei Szalai aber natürlich dennoch groß, darf der mittlerweile 33-Jährige sein Land doch zum zweiten Mal in Folge nach der EURO 2016 in Frankreich bei einer EM-Endrunde vertreten.

Dann will der 1,93 Meter große Sturmtank, der in seinen bisherigen 67 Länderspielen 21 Tore erzielte, natürlich möglichst in Top-Form auflaufen, weshalb aktuell seit geraumer Zeit über einen Vereinswechsel in der winterlichen Transferperiode spekuliert und mit Ferencvaros Budapest auch wiederholt ein potentieller neuer Arbeitgeber genannt wird (hier alle Infos zum EM 2021 Spielort Budapest).

Mainz stellt sich komplett neu auf

Ein Abschied von Szalai vom 1. FSV Mainz 05 im Januar, ist allerdings keineswegs sicher. Maßgeblich verantwortlich dafür ist auch der Wechsel auf der Ebene der sportlichen Leitung, haben die 05er doch die kurze Weihnachtspause für einen kompletten Neuanfang mit Ex-Erfolgsmanager Christian Heidel im Vorstand, Ex-Trainer Martin Schmidt als Sportdirektor und nun auch noch Szalais Ex-Kollege Bo Svensson als neuem Coach genutzt.

Alle drei Rückkehrer kennen und schätzen Szalai aus der Vergangenheit, sodass es nicht überrascht, dass Geschehnisse aus der Vergangenheit keine Rolle mehr spielen

Heidel, trotz seiner öffentlichen Zurückhaltung hinter den Kulissen wohl wieder der starke Mann, betonte gegenüber “Bild“ nun, dass der nach einem Zerwürfnis von Ex-Trainer Achim Beierlorzer ausgebootete und auch von Interimscoach Jan-Moritz Lichte kaum berücksichtigte Szalai voll in die Planungen integriert ist: “Die Geschichte ist für uns komplett abgehakt. Wir drücken hier die absolute Reset-Taste, Adam ist Bestandteil unseres Kaders.“

Viele Rivalen im Angriff

Dass Szalai im ersten Spiel im neuen Jahr beim FC Bayern München im Rahmen des 14. Spieltages zu seinem ersten, wenn auch kurzen Einsatz in dieser Saison gekommen ist, darf durchaus so gewertet werden, dass wieder verstärkt auf den Routinier gebaut wird, der wie jeder andere Akteur die Chance hat, sich Tag für Tag zu empfehlen.

“Alles geht bei uns nach Leistung – und der Trainer entscheidet ganz alleine, wen er aufstellt und wen nicht“, betonte Heidel, der allerdings auch verriet, bislang “noch kein direktes Gespräch mit Adam und seinem Berater“ geführt zu haben.

Nicht klar ist damit, was Szalai selbst ein halbes Jahr vor seinem Vertragsende in Mainz plant. Denn angesichts der Konkurrenz im Angriff der 05er mit Jean-Philippe Mateta, Robin Quaison, Karim Onisiwo oder Jonathan Burkardt ist nicht zwingend von regelmäßigen Einsätzen auszugehen.

Mit Blick auf die EM-Endrunde dürfte Szalai aber darauf bedacht sein, möglichst Woche für Woche auf dem Platz zu stehen und das nicht nur für wenige Minuten. Denkbar daher, dass der Angreifer die ersten Wochen unter dem neuen Trainer Svensson noch abwartet und bei nur wenig Spielzeit seine Situation Ende Januar nochmals neu bewertet.

>> Zum möglichen Ungarn EM 2021 Kader

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