Kein Platz für Timo Werner in der deutschen Offensive?

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Mit den beiden Siegen gegen Island (3:0) und in Rumänien (1:0) hat die deutsche Nationalmannschaft zumindest ergebnistechnisch einen perfekten Start in die Deutschland WM 2022 Qualifikation hingelegt.

Auch spielerisch waren im Vergleich zu den oft mäßigen Auftritten im Herbst Fortschritte zu erkennen. Möglicherweise auch deshalb, weil Joachim Löw seine Ankündigung, in den letzten Monaten als Bundestrainer keine Rücksicht mehr auf andere Interessen nehmen zu wollen, in die Tat umgesetzt hat.

War im Herbst noch eine Rotation auch in größerem Umfang an der Tagesordnung, bot Löw nun zum ersten Mal seit Oktober 2016 zwei Mal in Folge die exakt gleiche Startelf auf. Aus seinem Vorhaben, bereits eine Mannschaft für die UEFA Europameisterschaft 2021 im Sommer einspielen zu wollen, machte der 61-Jährige in diesem Zusammenhang kein Geheimnis.

Werner nur als Joker gefragt

Basierend auf den Spielen gegen Island und in Rumänien lassen sich Gewinner und Verlierer ausmachen. In letztere Kategorie fällt fraglos Timo Werner, der beide Mal erst in der Schlussphase eingewechselt wurde. Der Angreifer des FC Chelsea scheint in der Dreier-Offensive hinter Serge Gnabry, Leroy Sane und Kai Havertz derzeit nur die Nummer vier zu sein.

Und sollte sich Löw tatsächlich noch für ein Comeback von Thomas Müller im Deutschland EM 2021 Kader entscheiden, würde Werner in der internen Hierarchie womöglich noch weiter abrutschen. Durchaus bemerkenswert, denn in fünf der sechs Partien der Nations League im Herbst stand der 25-Jährige noch in der Startelf. Beim 3:1 gegen die Ukraine war Werner mit einem Doppelpack der Mann des Tages, verbuchte außerdem auch beim 3:3 gegen die Schweiz einen Treffer und eine Vorlage.

Dennoch scheint Werner, der bei Chelsea mit fünf Toren in 28 Premier-League-Spielen eine eher maue Trefferquote aufweist, in der Gunst des Bundestrainers gesunken zu sein. Offenbar sieht der Bundestrainer in Werner insbesondere gegen dicht gestaffelte und tief stehende Gegner nicht die optimale Besetzung, wie Löw nach dem Spiel gegen Island auch andeutete.

EM-Gegner machen Hoffnung auf offene Spiele

Gleichzeitig versicherte Löw aber auch, die Qualitäten Werners zu schätzen und stellte dem Offensivmann via “Bild“ schon für die Partie Deutschland gegen Nordmazedonien einen längeren Einsatz in Aussicht: “Der Timo ist ein brandgefährlicher Spieler, der eine unglaubliche Schnelligkeit hat. Auch wenn er bei uns jetzt zwei Spiele nicht von Anfang an gespielt hat, wissen wir was er kann. Mit Timo bin ich sehr zufrieden. Er wird seine Chance logischerweise wieder bekommen, möglicherweise schon am Mittwoch.”

Nordmazedonien, Gegner in WM 2022 Quali Gruppe J, wird gegen die DFB-Elf sicherlich auch mit einer kompakten Defensive antreten. Damit bietet sich Werner womöglich die Gelegenheit, Löws Einschätzung zu widerlegen und auch gegen defensive Teams zu überzeugen.

Ansonsten bleibt dem England-Legionär der Ausblick auf die Europameisterschaft. Mit Frankreich und Portugal werden sich zumindest zwei der Gegner in EM Gruppe F 2021 mutmaßlich nicht um den eigenen Strafraum versammeln.

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