Knie-OP bei DFB-Nationalspieler Lukas Klostermann notwendig

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Gut eineinhalb Jahre nach seinem Debüt beim 1:1 im freundschaftlichen Länderspiel gegen Serbien ist Lukas Klostermann längst zu einer festen Größe in der deutschen Nationalmannschaft gereift.

Bestens zu erkennen war der Stellenwert des Profis von RB Leipzig in der zurückliegenden Länderspielperiode, als Klostermann wie die meisten Stammkräfte im Test gegen die Türkei (3:3) geschont wurde, dann aber beide Partien in der DFB Nations League in der Ukraine (2:1) und gegen die Schweiz (3:3) über die vollen 90 Minuten bestritt.

Sowohl auf der rechten Seite einer Viererkette als auch als rechtes Glied einer Dreierkette scheint Klostermann bei Bundestrainer Joachim Löw gesetzt. Im November, wenn die DFB-Elf zunächst gegen Tschechien (11.11.) testet und dann an den letzten beiden Spieltagen der Nations League Liga A gegen die Ukraine (14.11.) und in Spanien (17.11.) antritt, muss Löw aber aller Voraussicht nach auf Klostermann verzichten.

Wohl mindestens vier Wochen Pause

Denn wie RB Leipzig wenige Stunden vor dem ersten Auftritt in der Champions League gegen den türkischen Meister Istanbul Basaksehir FK mitteilte, muss sich Klostermann am Mittwoch einem arthroskopischen Eingriff am linken Knie unterziehen. Grund dafür ist eine Verletzung, die sich der 24-Jährige am Samstag beim 2:0-Sieg der Roten Bullen in Augsburg zugezogen hat.

Details zur Verletzung gab der Verein noch nicht bekannt, ließ nach eingehenden Untersuchungen am Montag und Dienstag aber wissen, dass ein Eingriff nicht zu vermeiden ist. Wohl auch erst danach wird eine exakte Diagnose feststehen und darauf basierend auch die zu erwartende Ausfallzeit.

Nach einer Arthroskopie sind selbst bei einer eher kleinen Blessur vier Wochen Pause aber mindestens zu erwarten, sodass es für die Länderspiele im November kaum reichen wird. Besonders bitter für Klostermann ist dabei, dass die Partien gegen Tschechien und die Ukraine in Leipzig stattfinden und damit gleichbedeutend mit einem Heimspiel für den RB-Profi gewesen wären.

Während Klostermann sein elftes Länderspiel wohl erst im Jahr 2021 absolvieren wird, dürfen die Konkurrenten des Leipzigers um den Stammplatz auf eine Bewährungschance hoffen. Zuvorderst gilt das für Thilo Kehrer, der allerdings nicht nur Paris St. Germain seit Mitte September verletzungsbedingt fehlt, sondern deshalb auch nicht im deutschen Aufgebot für die Partien im Oktober stand.

Eine Chance für Henrichs oder Rudy?

Reicht es auch für Kehrer bis zur Abstellungsperiode im November nicht, könnte auch Benjamin Henrichs die Gelegenheit bekommen, Pluspunkte zu sammeln. Der im Sommer auf Leihbasis vom AS Monaco nach Leipzig gewechselte Allrounder lief im Test gegen die Türkei im 3-5-2 als rechter Außenbahnspieler im Deutschland-Trikot auf und könnte in dieser Rolle auch im November wieder gefragt sein.

Eine weitere, zuletzt allerdings nicht im DFB-Kader berücksichtigte Alternative wäre Sebastian Rudy, während Matthias Ginter und Joshua Kimmich aus dem Abwehrzentrum bzw. dem zentralen Mittelfeld ebenfalls nach rechts rutschen könnten. Diese Varianten sind allerdings eher unwahrscheinlich. Noch eher vorstellbar ist, dass der flexible Jonas Hofmann als rechter Außenbahnspieler getestet wird.

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