WM-Teilnehmer USA im Profil

Es gibt ein schönes Klischee über die USA und den Fußball: Sie können deshalb nicht erfolgreich sein, weil die Spieler denken würden, sie müssten den Ball über die Latte und nicht drunter durch schießen. Dem Trainerteam dürfte nichts mehr zuwider sein, als den Witz noch einmal zu hören, weshalb sie hart dafür arbeiten werden, positiv überraschen. Das Potenzial hat die Mannschaft fraglos. Mit dem Titel werden die USA 2014 aber wohl nichts zu tun haben.

Die WM-Auftritte der USA in der Übersicht

Die USA hat nur geringe Chancen bei der WM

Die wichtigsten Spieler der „Yanks“

Der Kader der USA dürfte für die meisten europäischen Fans eine Auswahl von No Names sein. Klinsmann setzt anders als seine Vorgänger auf Spieler der heimischen Major League Soccer. Tim Howard vom FC Everton im Tor ist vielleicht der erfahrenste und bekannteste Spieler der „Yanks“. Freuen dürfen sich die Fans auf Julian Green, der sein Geld – Achtung, aufgepasst – beim FC Bayern München verdient. Das Talent kommt dort zwar nur in der Nachwuchsreihe zum Einsatz, hat aber definitiv das Potenzial zu mehr. Michael Bradley, der Fans von Borussia Mönchengladbach noch ein Begriff sein dürfte, ist Klinsmanns wichtigster Mann im Mittelfeld. Beim FC Toronto, wo er inzwischen sein Geld verdient, ist seine Form allerdings nicht besser geworden. Clint Dempsey und der alternde Star Landon Donavan zählen noch immer zu den Stützen, haben aber aktuell mit schwacher Form zu kämpfen.

Tim Howard ist eine Stütze der USA
Wikimedia, Philipp Zachl (CC BY-SA 3.0 AT)

Die letzten Ergebnisse der USA

Bei der WM 2010 war für die USA im Achtelfinale Schluss. Dieses Ergebnis schien durchaus realistisch das Leistungsvermögen der Amerikaner wieder zu geben. Danach spielten die USA überwiegend Freundschaftsspiele. Die Qualifikation für Brasilien gelang ohne Probleme. Im Sommer 2013 konnten die USA sogar Deutschland schlagen. Allerdings trat das bundesdeutsche Team ohne die Spieler vom FC Bayern München, Borussia Dortmund und Real Madrid an. Die Partie konnte also nur darüber Aufschluss geben, dass die USA die deutsche C-Elf knapp schlagen konnte.

Die Stärke der heimischen Liga

In den USA ist man mittlerweile sehr gut darin geworden, sich die Major League Soccer stark zu reden. Spätestens seit David Beckham sich für die LA Galaxy entschieden hatte, war man davon überzeugt, nun zu Europa aufgeschlossen zu haben. Die bittere Wahrheit für die USA lautet: Die MLS ist nach wie vor nicht das, was man unter einer wirklich starken Liga verstehen darf. Sie hat keinesfalls das Niveau der europäischen Top Ten Ligen. Vor allem beim Training gibt es erhebliche Defizite. Die amerikanischen Spieler sind nicht so fit wie sie sein sollten. Hierfür ist Klinsmann allerdings Experte. Er hat jedoch viel Arbeit vor sich.

Die Gruppe der amerikanischen Mannschaft

Die US-Boys bekommen es bei der Endrunde in Brasilien in Gruppe G mit Deutschland, Portugal und Ghana zu tun. Betrachtet man also die Vorrunde realistisch, werden es die von Jürgen Klinsmann betreuten Amerikaner nicht in die nächste Runde schaffen. Es bleibt sogar abzuwarten, ob die USA gegen die allesamt stärker eingeschätzten Teams überhaupt Punkte holen kann. Die Gruppe G mit Spielplan und Tabelle gibt es hier.

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