Kokorin zurück im russischen Nationalteam

Der russische Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow setzt bei den internationalen Freundschaftsspielen gegen Südkorea (7. Oktober) und Iran (10. Oktober) wieder auf Angreifer Alexander Kokorin (Zenit St. Petersburg).

Der 26-Jährige wurde nach mehr als einem Jahr Pause ins 27-Mann Aufgebot Russlands berufen.

Nach EM 2016 aus Kader gestrichen

Kokorin war bei der Europameisterschaft 2016 Teil des russischen Nationalteams, das sang- und klanglos nach der Vorrundenphase ausschied.

Nachdem kurz nach dem EM-Aus ein Video aufgetaucht war, das ihn und Nationalteamkollege Pavel Mamayev bei einer Party in Monaco zeigte, wurden beide Spieler von Teamchef Tschertschessow aus der Nationalmannschaft suspendiert.

Aleksander Kokorin Comeback im russischen Nationalteam
Kokorin (Садовников Дмитрий, CC BY-SA 3.0)

Im November 2016 absolvierte der 26-Jährige zwar noch zwei Freundschaftsspiele, danach fand er allerdings keine Berücksichtigung mehr.

Nun könnte Kokorin fast ein Jahr später sein Comeback im Team der Sbornaja feiern. Der Torjäger von Zenit St. Petersburg führt derzeit die Torschützenliste der russischen Liga mit 7 Toren in 11 Spielen an.

Neustädter und Rausch erneut nominiert

Bei seinem Aufgebot für das kommenden Länderspiel-Doppel setzt Coach Tschertschessow fast ausschließlich auf Spieler, die in der einheimischen russischen Liga aktiv sind.

Als einzige Legionäre wurden Abwehrspieler Konstantin Rausch vom 1.FC Köln und Ex-Bundesliga Profi Roman Neustädter einberufen. Beide durchliefen in ihrer Jugend diverse deutsche Nachwuchsnationalmannschaften.

In Hoffnung auf eine Teilnahme bei der Fußball WM 2018 entschieden sich dann Neustädter und Rausch (beide mit russischen Wurzeln) für Russland aufzulaufen.

Als WM-Gastgeber ist Russland, aktuell 64. der Weltrangliste, bereits fix für die Endrunde qualifiziert und somit von der WM-Quali 2018 ausgenommen.

>>> Alle vorzeitig qualifizierten WM-Teams 2018.

Der russische Kader im Überblick

Tor: Igor Akinfeev (ZSKA Moskau), Vladimir Gabulov (Arsenal Tula), Andrei Lunev (Zenit St Petersburg)

Abwehr: Viktor Vasin (ZSKA Moskow), Vladimir Granat, Fedor Kudryashov (beide Rubin Kazan), Georgy Dzhikiya, Ilya Kutepov (beide Spartak Moskau), Roman Neustädter (Fenerbahce)

Mittelfeld: Alexander Golovin, Alan Dzagoev, Mario Fernandes (alle ZSKA Moskau), Alexander Erokhin, Yury Zhirkov, Daler Kuzyayev, Igor Smolnikov (alle Zenit St Petersburg), Alexei Miranchuk, Anton Miranchuk, Dmitry Tarasov (alle Lokomotiv Moskau), Magomed Ozdoev (Rubin Kazan), Konstantin Rausch (1. FC Köln), Alexander Samedov (Spartak Moskau), Yevgeny Chernov (Tosno)

Angrif: Anton Zabolotny (Tosno), Alexander Kokorin, Dmitry Poloz (beide Zenit St Petersburg), Fedor Smolov (Krasnodar)