Engagement von Jürgen Klinsmann als Ecuador-Nationaltrainer noch nicht fix

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Knapp drei Jahre sind seit dem Ende von Jürgen Klinsmann als Nationaltrainer der USA vergangen. In der Zwischenzeit wurde der heute 55-Jährige unter anderem als Trainer von Australien gehandelt und führte Gespräche mit dem VfB Stuttgart über einen Einstieg als Vorstandsvorsitzender, die letztlich aber im Sande verlaufen sind. Nun könnte Klinsmann zumindest Medienberichten zufolge vor einem neuen Engagement stehen.

So berichtet “Bild“, dass Klinsmann die Nationalmannschaft von Ecuador übernehmen und zur Fußball Weltmeisterschaft 2022 in Katar führen soll. Der gebürtige Schwabe, der vor seiner gut fünfjährigen Tätigkeit in den USA auch als Teamchef der deutschen Nationalelf (2004 bis 2006) als als Trainer des FC Bayern München (2008/09) tätig war, soll demnach rund 4,5 Millionen Dollar pro Jahr kassieren. Zudem hat sich Klinsmann in den Gesprächen mit dem ecuadorianischen Verband offenbar zusichern lassen, weiterhin in Kalifornien wohnen zu können und nicht nach Ecuador umziehen zu müssen.

Klinsmann-Berater Eitel dementiert Einigung

Fix ist der Einstieg Klinsmanns in Ecuador aber allem Anschein nach noch nicht. Denn auf Nachfrage von “RTL“ dementierte Klinsmanns Berater Roland Eitel, dass schon alles geklärt sei. „Stand jetzt: Es ist nichts unterschrieben.“

Dass sich Klinsmanns Berater gegenüber RTL geäußert hat, war kein Zufall. Schließlich war Klinsmann zuletzt für den Kölner Privatsender als Experte bei der EM Quali TV Übertragung bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft im Einsatz. Diese Tätigkeit könnte Klinsmann als ecuadorianischer Nationaltrainer wohl kaum weiterführen.

Die sportliche Herausforderung wäre unterdessen sicher nicht gering. Denn in den letzten Jahren durchschreitet der Fußball in Ecuador ein Tief. So wurde nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2014 in Brasilien die letzte WM-Endrunde 2018 in Russland gänzlich verpasst. Und im Sommer des laufenden Jahres war für Ecuador bei der Copa America ohne einen Sieg bereits nach der Vorrunde Schluss.

Wenig bekannte Namen, aber einige Talente im Kader

Klinsmanns Aufgabe wäre es, eine Mannschaft mit Perspektive aufzubauen, die idealerweise schon die Qualifikation für die WM 2022 schaffen soll. Ob dabei der mittlerweile 34 Jahre alte Antonio Valencia, der im Sommer 2019 nach zehn Jahren bei Manchester United in die Heimat zu LDU Quito zurückgekehrt ist, noch eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten.

Selbiges gilt für Namensvetter Enner Valencia, der bereits 2017 nach einem eher durchwachsenen Gastspiel in der englischen Premier League beim FC Everton und bei West Ham United nach Mexiko gewechselt ist und dort bei den Tigres UANL nicht mehr ganz so im Fokus steht.

Eine Reihe von vielversprechenden jungen Spielern mit Anfang 20 Jahren macht aber Hoffnung auf eine gute Perspektive der ecuadorianischen Nationalmannschaft, die durch die Misserfolge der jüngeren Vergangenheit in der FIFA Fußball Weltrangliste bis auf Rang 66 abgerutscht ist.

Finden der Verband und Klinsmann letztlich zusammen, könnte am 20. November mit dem Freundschaftsspiel gegen Kolumbien eine neue Zeitrechnung im ecuadorianischen Fußball beginnen.

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