Argentinien zum Quali-Auftakt ohne gesperrten Lionel Messi

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Gut zwei Wochen nach dem Ende der Copa America 2019 hat der südamerikanischen Verband CONMEBOL sein Urteil im Fall Lionel Messi gefällt. Der argentinische Superstar wurde nach seinem Platzverweis im Spiel um den dritten Platz gegen Chile (2:1) lediglich für eine Begegnung gesperrt.

Darüber hinaus wurde Messi zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 US-Dollar verdonnert. Alles in allem handelt es sich damit um eine milde Strafe für den 32-Jährigen, dessen rote Karte nach einer Rangelei im Argentinien Messi Trikot mit Chiles Gary Medel zwar unberechtigt war, der aber sowohl nach dem Halbfinale als auch nach dem Spiel um Platz drei heftige Kritik am Verband und am Turnierablauf geübt hatte.

Messi kommt um eine längere Sperre herum

Messi sprach nach zwei aus seiner Sicht verweigerten Strafstößen im verlorenen Halbfinale gegen Gastgeber Brasilien von Korruption und einer absichtlichen Benachteiligung Argentiniens. Der fünffache Weltfußballer entschuldigte sich später zwar für diese Attacken, aber dennoch hielten nicht wenige Experten eine harte Strafe in Form einer längeren Sperre für nicht unwahrscheinlich.

Nun aber beließ es der Verband bei der Sperre für ein Pflichtspiel, die Messi zu Beginn der Qualifikation für die WM 2022 in Katar im März kommenden Jahres abbrummen muss. In den bereits vereinbarten Testspielen im September gegen Chile und im Oktober gegen Deutschland könnte der Kapitän des FC Barcelona hingegen mitwirken.

Südamerikanische WM-Qualifikation nach bekanntem Modus

Gegen wen Argentinien – derzeit gemeinsam mit Deutschland auf Rang 11 der Weltrangliste – im März ohne Messi auskommen muss, steht noch nicht fest. Zwar gab der Verband CONMEBOL bereits zu Beginn des Jahres bekannt, dass die WM-Qualifikation nach bewährtem Modus ausgetragen wird, doch die genaue Gestaltung des Spielplans ist noch offen.

Wie von den Qualifikationsrunden aus der Vergangenheit gewohnt, treten alle zehn Nationen Südamerikas in insgesamt 18 Begegnungen in Hin- und Rückspiel gegeneinander an. Acht Spieltage sind dabei noch für das Jahr 2020 angesetzt und die übrigen zehn im Jahr 2021, sodass bereits rund ein Jahr vor Beginn der Winter-WM in Katar (21. November bis 18. Dezember 2022) feststeht, welche Teilnehmer Südamerika schicken wird.

Zumindest gilt das für die vier Nationen, die in der Tabelle die ersten vier Plätze belegen und sich auf direktem Weg qualifizieren. Der Tabellenfünfte tritt wie schon vor den letzten Weltmeisterschaften zu interkontinentalen Play-offs um einen weiteren Startplatz. Diese Play-Offs sind für März 2022 geplant.

Dann trifft der Südamerika-Vertreter entweder auf eine Mannschaft aus dem asiatischen Verband (AFC), aus Ozeanien (OFC) oder aus Nord-, Mittelamerika und der Karibik (CONCACAF) an. Die beiden anderen bestreiten untereinander ein weiteres Play-Off-Duell. Wer aus diesem Quartett gegen wen antritt, wird voraussichtlich im Juli 2019 von der FIFA ausgelost.

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