Österreich: Sasa Kalajdzic und Stefan Lainer fehlen lange

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Franco Foda dürfte den vergangenen Spieltag der deutschen Bundesliga mit wenig Begeisterung verfolgt haben. Denn mit Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart und Stefan Lainer von Borussia Mönchengladbach verletzten sich gleich zwei Schützlinge des österreichischen Nationaltrainers so schwer, dass Einsätze in den anstehenden Spielen in der Qualifikation für die WM 2022 in Katar Anfang September praktisch ausgeschlossen sind und auch noch jeweils eine längere Ausfallzeit zu befürchten ist.

Zunächst erwischte es bei der Stuttgarter 0:4-Niederlage am Freitagabend bei RB Leipzig Angreifer Kalajdzic, der nach auskurierter Corona-Infektion erst nach 73 Minuten aufs Feld gekommen ist, sich dann aber kurz vor Schluss bei einem Eckball verletzte. Nach einem Kopfballduell mit Leipzigs Nordi Mukiele blieb Kalajdzic liegen und musste zunächst behandelt werden, ehe der 24-Jährige mit der Trage vom Platz gebracht wurde.

Lainer-Comeback wohl erst 2022

Wie VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo bereits kurz nach Spielende bekannt gab, erlitt Kalajdzic bei einem unglücklichen Aufprall eine Schulterluxation. Die zunächst noch vorhandene Hoffnung, dass die Blessur nicht allzu schwerwiegend sein könnte, hatte sich dann am Sonntag nach weiteren Untersuchungen erledigt. Der VfB Stuttgart musste mitteilen, dass sein 16-facher Torschütze der Vorsaison voraussichtlich mindestens zwei Monate nicht zur Verfügung stehen wird. Während sich ein zuletzt noch im Raum stehender Wechsel von Kalajdzic damit erledigt haben dürfte, muss neben VfB-Coach Matarazzo auch ÖFB-Trainer Foda länger ohne den 2,00 Meter großen Stürmer auskommen, der vermutlich nicht vor November ins Nationalteam für die WM 2022 Qualifikation zurückkehren wird.

Selbst dann wird es wohl für ein Comeback von Lainer nicht reichen. Der Rechtsverteidiger verlor am Samstag bei Bayer Leverkusen mit 0:4 und erlitt in dieser Begegnung bei einem harten Einsteigen von Leverkusens Mitchell Bakker einen Knöchelbruch. Borussia Mönchengladbach gab zwar die Diagnose bekannt, verzichtete aber auf eine Prognose hinsichtlich der Ausfalldauer des 28-Jährigen. Allerdings ist bei einer Verletzung von diesem Ausmaß mit mehreren Monaten Zwangspause zu rechnen, sodass seriös wohl erst im Jahr 2022 mit einer Rückkehr Lainers im ÖFB-Trikot und auch bei Mönchengladbach kalkuliert werden kann.

Profitieren Trimmel und Gregoritsch?

In der Republik Moldau (1. September), in Israel (4. September) und gegen Schottland (7. September) in WM 2022 Quali Gruppe F muss Foda im Kampf um wichtige Qualifikationspunkte somit so gut wie sicher auf Kalajdzic und Lainer verzichten. Auch bei den Auswärtsspielen im Oktober auf den Färöer-Inseln und in Dänemark müssen wohl andere Lösungen für Österreich in der WM-Qualifikation 2022 gefunden werden.

Während auf der rechten Abwehrseite der 34-jährige Christopher Trimmel in fortgeschrittenem Alter noch zu einer wichtigen Rolle im Nationalteam kommen könnte, dürfte im Angriff noch mehr als ohnehin schon von Marko Arnautovic abhängen. Aber auch Michael Gregoritsch oder Adrian Grbic könnten vom Fehlen von Kalajdzic profitieren.

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