Rücktritt: John van ‘t Schip nicht mehr Trainer von Griechenland

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Mit einigen Hoffnungen und dem festen Vorsatz, eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen hat John van’t Schip im Sommer 2019 das Amt des griechischen Nationaltrainers angetreten. Knapp zweieinhalb Jahre und einige Enttäuschungen später ist der 57 Jahre alte Niederländer in Griechenland aber schon wieder Geschichte.

Nachdem sich der griechische Verband nach Empfinden von van’t Schip zu viel Zeit für eine Entscheidung über eine Verlängerung des am 31. Dezember auslaufenden Vertrages gelassen hat, zog der Coach nun selbst die Konsequenzen und verkündete seinen Abschied.

“Vorstellungen zu unterschiedlich“

“Es gab Gespräche, den gemeinsamen Weg fortzusetzen, aber der Verband hat sich so viel Zeit gelassen, um eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen, dass meinem Gefühl nach der Punkt gekommen ist, etwas anderes zu machen”, teilt van’t Schip via Instagram mit und ließ dabei recht deutlich durchblicken, grundsätzlich durchaus zu einer Fortsetzung seiner Arbeit bereit gewesen zu sein. Freilich nicht ohne zu betonen, dass in der Zusammenarbeit generell nicht alles gepasst hat: “Letztlich sind unsere Vorstellungen vom Fußball unterschiedlich und stimmen nicht überein.“

In seinem Statement bedankte sich van’t Schip dafür, die Gelegenheit bekommen zu haben, Griechenlands Nationalteam über zweieinhalb Jahre trainieren zu dürfen und vor allem bei seinem Staff und der Mannschaft.

Der ehemalige niederländische Auswahlspieler betonte überdies, vom Potential des griechischen Fußballs überzeugt zu sein, erneuerte indes auch seine schon in den letzten Jahren mehrfach geäußerte Forderung, dass junge griechische Spieler mehr Chancen erhalten müssen, um in der Super League Spielpraxis zu sammeln und sich auf diese Weise weiterzuentwickeln.

Nachfolge noch offen

Insgesamt stand van’t Schip bei 26 Länderspielen Griechenlands in der Verantwortung und brachte es dabei auf eine positive Bilanz von elf Siegen, neun Unentschieden und sechs Niederlagen. In der Qualifikation für die WM 2022 in Katar sorgten die Hellenen mit einem 1:1 in Spanien und einem 2:1-Heimsieg gegen Schweden für Aufsehen, mussten sich aber dennoch in der Tabelle der WM 2022 Quali Gruppe B hinter den beiden Favoriten auf dem undankbaren dritten Platz einreihen.

Zu seiner persönlichen Zukunft hat sich van’t Schip, der vor seinem Engagement in Griechenland nur als Vereinstrainer (u.a. Melbourne Heart, PEC Zwolle, Deportivo Guadalajara) sowie auf mehreren Stationen als Assistenzcoach (u.a. Ajax Amsterdam, Niederlande) tätig war, noch nicht geäußert.

Völlig offen ist auch, wer die Nachfolge als griechischer Nationaltrainer antritt. Klar dürfte aber sein, dass die Qualifikation für die Europameisterschaft 2024 das große Ziel für van’t Schips Nachfolger sein wird, der darauf hoffen muss, dass Jung-Nationalspieler wie Christos Tzolis den nächsten Schritt machen und weitere Talente den Sprung schaffen.

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