Platini darf nicht zur EM Auslosung

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Wenn am kommenden Samstag ab 18:00 im Palais des Congres in Paris die Auslosung der EM 2016 über die Bühne geht, wird ein prominenter Mann fehlen: Michel Platini. Der Präsident der UEFA wurde im Zuge des FIFA-Skandals am 8. Oktober von der Ethikkommission suspendiert. Dadurch wurde er 90 Tage lang für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt und darf natürlich auch der Auslosung nicht beiwohnen. Und das, obwohl gerade Platini sich vehement für eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 16 auf nunmehr 24 EM Mannschaften eingesetzt hatte.

In Abwesenheit des Franzosen, der weiterhin seine Unschuld beteuert, wird nun alle Aufmerksamkeit auf Gianni Infantino gerichtet sein. Der Schweizer wurde nach der Suspendierung von Platini von der UEFA als Kandidat für die FIFA Präsidentenwahl aufgestellt und wird erstmals seit seiner Nominierung eine Auslosung leiten. Als Zeremonienmeister ist er in dieser Funktion bereits den meisten Fußballfans bekannt. Unterstützung erhält Infantino von einigen ehemaligen Fußballstars.

Als Präsentatoren werden Bixente Lizarazu und Ruud Gullit den Glatzkopf unterstützen. Beide konnten im Laufe ihrer Karriere große Erfolge mit ihren Nationalteams feiern. Lizarazu gewann mit Frankreich die Europameisterschaft 2000, Gullit holte mit den Niederlanden 1988 die Fußball EM. Das Team der Losfeen rund um Angelos Charisteas, Oliver Bierhoff und David Trezeguet wird mit Antonin Panenka um einen weiteren Europameister ergänzt. Der ehemalige Mittelfeldspieler gewann die Europameisterschaft 1976, die er im Elfmeterschießen mit einem lässig getretenen Strafstoß für die Tschechoslowakei entschied.