Österreichs EM Team & Kader in der Analyse

Flagge ÖsterreichZum ersten Mal in der langen Geschichte der Europameisterschaft hat sich Österreich aus eigener Kraft für eine EM-Endrunde qualifiziert. In Gruppe G gab das ÖFB-Team nur am 1. Spieltag Punkte ab und gewann danach neun Spiele in Folge. Neben der Teilnahme an der Fußball EM 2016 durfte letztlich auch über den Gruppensieg und die zweibeste Quali-Performance aller Teams gejubelt werden. Der Erfolgslauf der jungen österreichischen Mannschaft soll nun auch bei der EM fortgesetzt werden. In Frankreich ist das Überstehen der Vorrunde das erklärte Ziel.

EM Team Österreich – alle Infos

Größte Erfolge: WM-Dritter 1954
Rekordtorschütze: Toni Polster (44 Tore)
Rekordspieler: Andreas Herzog (103 Spiele)
Teuerster Spieler: David Alaba (45 Mio. €)
Spitzname: ÖFB-Team
FIFA Weltrangliste10. Platz
Höchster Sieg: Österreich – Malta 9:0 (1977)
Höchste Niederlage: Österreich – England 1:11 (1908)
EM Teilnahmen: 2008 und 2016

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Der EM Kader von Österreich im Überblick

Tor: Robert Almer (Austria Wien), Heinz Lindner (Eintracht Frankfurt), Ramazan Özcan (FC Ingolstadt 04)

Abwehr: Aleksandar Dragovic (Dinamo Kiew), Christian Fuchs (Leicester City), György Garics (SV Darmstadt 98), Florian Klein (VfB Stuttgart), Martin Hinteregger (Borussia Mönchengladbach), Sebastian Prödl (FC Watford), Markus Suttner (FC Ingolstadt 04), Kevin Wimmer (Tottenham Hotspur FC)

Mittelfeld: David Alaba (FC Bayern München), Marko Arnautovic (Stoke City FC), Julian Baumgartlinger (1. FSV Mainz 05), Martin Harnik (VfB Stuttgart), Stefan Ilsanker (RB Leipzig), Jakob Jantscher (FC Luzern), Zlatko Junuzovic (SV Werder Bremen), Marcel Sabitzer (RB Leipzig)

Angriff: Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt 04), Rubin Okotie (1860 München), Marc Janko (FC Basel)

Österreich Fußball Nationalteam
Steindy (CC BY-SA 3.0)

Nach Jahren der Erfolglosigkeit hat Österreich wieder zum Glanz vergangener Tage zurückgefunden. Für die EM 2008 noch als Gastgeber automatisch qualifiziert, hat es das Team nun aus eigener Kraft geschafft, die Teilnahme an der Europameisterschaft 2016 zu fixieren. Seit der Schweizer Marcel Koller im November 2011 das Amt des Teamchefs übernommen hat, ist es mit dem österreichischen Team kontinuierlich aufwärts gegangen.

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In der Qualifikation für die WM 2014 verpasste die Alpenrepublik das Play-Off nur knapp, doch die positive Entwicklung war deutlich zu sehen. Obwohl die Weltmeisterschaft in Brasilien nicht erreicht wurde, hielten die Verantwortlichen an Koller fest, womit der Schweizer seine Arbeit ungestört fortsetzen und die Mannschaft weiterentwickeln konnte.

>>>Das Österreich Trikot für 2016<<<

Das sollte sich auszahlen. Denn als einzige EM-Mannschaft neben England, Rumänien und Italien blieb das ÖFB-Team in der Qualifikation unbesiegt und sicherte sich den Gruppensieg noch vor Russland und Schweden. Die Elf kennt sich mittlerweile in- und auswendig, die Laufwege sind verinnerlicht, Marcel Koller setzt Spiel für Spiel auf die selben Akteure – die Kontinuität zahlt sich aus. Daher wird Österreich auch immer wieder als Geheimfavorit der EM 2016 genannt.

Österreichs EM-Team in der Analyse

Tor

Im Tor setzt Marcel Koller seit seinem Amtsantritt auf Robert Almer (Austria Wien) und hielt dem Keeper auch in schwierigen Zeiten die Treue. Der Keeper zahlte das Vertrauen mit Leistung zurück – blieb in der Qualifikation etwa 603 Minuten ohne Gegentor (Rekord) – und ist im österreichischen EM-Team gesetzt. Nur die Ersatzbank bleibt Ramazan Özcan (FC Ingolstadt) und Heinz Lindner (Eintracht Frankfurt), wobei gerade Letzterer aufgrund der Ersatzrolle in Frankfurt um die EM zittern muss.

Abwehr

Die Verteidigung ist mittlerweile ein absolutes Prunkstück der österreichischen Mannschaft. In der Innenverteidigung gibt Aleksandar Dragovic (Dinamo Kiew) den Abwehrchef. An seiner Seite verteidigt meist Martin Hinteregger (RB Salzburg). In Sebastian Prödl (FC Watford) und Kevin Wimmer (Tottenham Hotspur) stehen starke Alternativen zur Verfügung. An den Außen sind Christian Fuchs (Leicester City) links und Florian Klein (VfB Stuttgart) rechts gesetzt. Als Back-Ups stehen Markus Suttner (FC Ingolstadt) und György Garics (SV Darmstadt) parat.

Mittelfeld

David Alaba im EM Trikot
Wikimedia, Steindy (CC BY-SA 3.0)

Im Mittelfeld spielt mit David Alaba (FC Bayern) der Star der Mannschaft. Als Sechser oder Achter aufgeboten ist der Leader stets ein Aktivposten. Ebenfalls in der Zentrale hat sich Julian Baumgartlinger (1. FSV Mainz) einen Stammplatz erkämpft. Die offensive Dreierreihe bilden im Normalfall Marko Arnautovic (Stoke City), Zlatko Junuzovic (Werder Bremen) und Martin Harnik (VfB Stuttgart). Als starker Ersatz für die Stammformation haben sich in den letzten Jahren und Monaten Stefan Ilsanker (RB Leipzig), Jakob Jantscher (FC Luzern) und Marcel Sabitzer (RB Leipzig) etabliert. Hier geht’s zu den Wettquoten der EM 2016.

Angriff

Die Solospitze im Sturm wird meist von Marc Janko (FC Basel) besetzt. Der lange Angreifer trifft im Team konstant und hält bei einer 50%-igen Torquote. Hinter Janko lauern Rubin Okotie (1860 München) und Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt) auf ihre Chance.

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Players To Watch im ÖFB EM Team

Aleksandar Dragovic
Steindy (CC BY-SA 3.0)

Marcel Koller kann mittlerweile auf ein großes Pool an Spielern zurückgreifen. Da der Schweizer aber auf Kontinuität setzt, ist es enorm schwer, in den Kader zu kommen. Seit Jahren gesetzt ist Aleksandar Dragovic. Der 25-Jährige gilt als einer der talentiertesten Abwehrspieler Europas und hat sich mittlerweile als Chef der österreichischen Viererkette etabliert. Bei seinem Verein Dinamo Kiew ist er ebenfalls unumstrittener Abwehrchef. Nachdem er mit den Ukrainern alles gewonnen hat, will er im Sommer den nächsten Schritt wagen. Gleich mehrere europäische Spitzenklubs haben in der Vergangenheit Interesse bekundet, darunter Manchester United oder Borussia Dortmund. Mit starken Leistungen in Frankreich wird Dragovic seinen Marktwert noch weiter steigern können und in der kommenden Transferzeit zu einem Top-Klub wechseln.

Ebenfalls auf der Rechnung haben sollte man Marcel Sabitzer, der bei RB Leipzig eine ganz starke Saison gespielt hat und im Österreich Trikot meist als Joker zum Einsatz kommt. Als in der Offensive variabel einsetzbare Spieler wird der 22-Jährige bei der EURO 2016 sicherlich den einen oder anderen Einsatz bekommen.

Chancen von Österreich bei der EM 2016

Die österreichische Nationalmannschaft ist eingespielt – und das seit Jahren. Alle Abläufe sind verinnerlicht, die Taktikvorgaben von Marcel Koller werden perfekt umgesetzt. Das Team ist über die Jahre gewachsen und lässt sich von nichts aus der Ruhe bringen. Selbst mit Rückständen kann das Team – anders als früher – gut umgehen. Gegen Außenseiter werden die erwarteten Pflichtsiege eingefahren. In der aktuellen Form ist Österreich für jedes Team der Welt ein unangenehmer Gegner. Bei der Europameisterschaft 2016 könnte die ÖFB-Elf überraschen – für viele gilt die Mannschaft als Geheimfavorit. Das Erreichen des EM Viertelfinales ist Österreich durchaus zuzutrauen.

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